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Warum Google Ihre Homepage nicht findet

Ihre Homepage erscheint nicht bei Google? Sieben mögliche Ursachen mit Selbst-Checks für Index, Google-Eintrag, Handytauglichkeit, Texte und lokale Angaben.

Simon Haenel veröffentlicht aktualisiert

Eine verdeckte Website durchläuft sieben Prüfstationen und erscheint sichtbar neben Standort-Pin und Lupe

Sie geben bei Google Ihren Firmennamen ein – und finden nichts. Oder Sie suchen «Maler» und Ihren Ort, und es erscheinen nur andere Betriebe. Dahinter können technische, inhaltliche oder lokale Ursachen stecken. Dieser Beitrag ordnet sieben mögliche Ursachen in einer sinnvollen Prüfreihenfolge, von der Indexierung bis zum Vergleich mit sichtbaren Betrieben.

Vorab: Warum Sie sich selbst finden, Ihre Kunden aber nicht

Ein Effekt sorgt immer wieder für Verwirrung: Sie suchen Ihren Betrieb und finden ihn problemlos – Ihre Kunden aber nicht. Google zeigt nicht allen Menschen dieselben Ergebnisse. Vor allem der Standort verändert den Kartenausschnitt: Jemand, der zwei Dörfer weiter sucht, kann andere Betriebe sehen als Sie an Ihrem Firmensitz. Auch Gerät, Sprache und Suchverlauf können Ergebnisse beeinflussen. Ihr eigener Eindruck ist deshalb nur eine Momentaufnahme.

Selbst-Check: Öffnen Sie ein privates Browserfenster und suchen Sie dort noch einmal. Das reduziert Einflüsse aus Ihrer Kontohistorie, beseitigt Standort, Gerät und andere Ergebnisvariationen aber nicht. Halten Sie Suchbegriff, Ort und Zeitpunkt fest. Ein zweiter Check aus einem anderen Teil des Einzugsgebiets zeigt zusätzlich, wie stark der Standort die Ansicht verändert; er bildet nicht die Sicht aller Kundinnen und Kunden ab.

Die richtige Prüfreihenfolge: erst Technik, dann Sichtbarkeit, dann Konkurrenz
  1. Index prüfenWas meldet die URL-Prüfung der Search Console für die wichtige Seite?
  2. Status einordnenWurde die Seite gefunden, gecrawlt oder indexiert?
  3. Google-EintragSind Angaben, Fotos und Bewertungen vollständig und aktuell?
  4. Handy und TempoLädt die Seite schnell und lässt sie sich ohne Zoomen bedienen?
  5. LeistungsseitenBeantworten die Texte konkrete Fragen in Kundensprache?
  6. Ort und GebietKann Google Ihren Betrieb eindeutig einer Region zuordnen?
  7. Sichtbare Betriebe vergleichenWelche Angaben, Seiten und Kontaktwege unterscheiden sich?

1. Ihre Website ist gar nicht im Google-Index

Der Index ist das Verzeichnis aller Seiten, die Google kennt. Was dort nicht drinsteht, kann niemand über Google finden – egal, wie schön die Website ist.

Selbst-Check: Eine Suche nach site:ihrefirma.ch kann Hinweise auf bekannte Seiten geben, ist aber weder vollständig noch ein verlässlicher Indexnachweis. Prüfen Sie die Startseite und wichtige Leistungsseiten stattdessen einzeln mit der URL-Prüfung in der Google Search Console. Dort sehen Sie, ob die konkrete Adresse indexiert ist und welche Hauptversion Google gewählt hat.

Was tun: Prüfen Sie, ob Google die Seite abrufen darf, ob sie auf eine andere Adresse verweist und ob versehentlich eine Sperre aus der Bauphase aktiv ist. Danach können Sie in der Search Console eine Indexierung beantragen. Das ist eine Bitte an Google, keine Zusage, dass oder wann die Seite aufgenommen wird.

2. Ihre Website ist zu neu

Google muss eine neue Adresse zuerst entdecken und abrufen, bevor sie indexiert werden kann. Wie lange das dauert und ob die Seite aufgenommen wird, ist nicht fest zugesichert. Eine Indexierung sagt zudem noch nichts über die Platzierung für einen umkämpften Suchbegriff aus.

Selbst-Check: Prüfen Sie in der Search Console für jede wichtige Adresse getrennt, ob sie entdeckt, gecrawlt und indexiert wurde. Vergleichen Sie ausserdem, ob die Seite intern verlinkt und in der Sitemap aufgeführt ist. Das Alter der gesamten Website allein erklärt den Status nicht.

Was tun: Reichen Sie eine technisch erreichbare Sitemap ein, verlinken Sie die Seite innerhalb Ihrer Website und beantragen Sie bei Bedarf die Indexierung. Sinnvolle externe Nennungen können Google beim Entdecken helfen; keine dieser Massnahmen garantiert eine Aufnahme oder einen Termin.

Meldet Ihre Search Console einen Fehler bei der Sitemap? Das ist ein eigenes Thema mit eigener Prüfreihenfolge. Was die einzelnen Meldungen bedeuten und wann Handeln nötig ist, steht im Beitrag Sitemap-Fehler in der Search Console beheben. Für die Frage, warum Ihre Homepage insgesamt nicht gefunden wird, lesen Sie hier weiter.

3. Kein oder ungepflegter Google-Eintrag

Bei Suchen wie «Sanitär Aarau» kann Google einen Kartenausschnitt mit lokalen Betrieben anzeigen. Welche Betriebe dort erscheinen und in welcher Reihenfolge, hängt laut Google vor allem von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Ein fehlender oder veralteter Eintrag nimmt Suchenden wichtige Angaben zu Leistung, Erreichbarkeit und Standort; eine bestimmte Kartenplatzierung folgt aus der Pflege nicht automatisch.

Selbst-Check: Suchen Sie Ihren Firmennamen auf Google Maps. Gibt es einen Eintrag? Stimmen Öffnungszeiten, Telefonnummer und Adresse? Gibt es aktuelle Fotos und Bewertungen?

Was tun: Übernehmen Sie Ihren Google-Eintrag (offiziell «Google Business Profil», Ihr kostenloser Firmeneintrag bei Google und Maps). Wählen Sie die passende Kategorie, laden Sie echte Fotos von Baustellen und Team hoch und bitten Sie Kundschaft nach abgeschlossenen Aufträgen neutral um eine Bewertung. Was ein vollständig gepflegter Eintrag alles umfasst, lesen Sie auf meiner Seite zum Google-Eintrag.

4. Zu langsam oder nicht handytauglich

Viele Kunden suchen mit dem Handy. Google erfasst Websites deshalb in erster Linie in der Handy-Version. Eine Seite, die langsam lädt oder auf dem kleinen Bildschirm auseinanderfällt, erschwert die Nutzung; technische Seitensignale können zusätzlich die Sichtbarkeit beeinflussen.

Selbst-Check: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy – am besten unterwegs im Mobilfunknetz, nicht im WLAN. Lädt sie spürbar langsam? Müssen Sie zoomen, um Text zu lesen? Lässt sich der vorgesehene Kontaktweg nicht bedienen? Dann haben Sie ein konkretes Nutzungsproblem gefunden; ob zusätzlich ein Indexierungsproblem besteht, zeigt erst die getrennte technische Prüfung.

Was tun: Oft helfen schon passend dimensionierte Bilder und ein aufgeräumter Aufbau. Ob eine Überarbeitung reicht oder ein Neubau günstiger ist, hängt vom technischen Fundament und vom Umfang der nötigen Korrekturen ab. Konkrete veröffentlichte Preisbeispiele mit ihrem jeweiligen Leistungsumfang stehen im Beitrag Was kostet eine Website in der Schweiz?.

5. Ihre Texte beantworten keine Suchanfragen

Google versucht, hilfreiche und relevante Ergebnisse zur Suchanfrage zu zeigen. Eine Website mit «Herzlich willkommen» und «Qualität seit 1995» erklärt jedoch noch nicht, ob der Betrieb Parkett schleift, Boiler ersetzt oder Fassaden streicht. Fachbegriffe wie «Gebäudehülle» brauchen eine verständliche Einordnung, wenn Kundschaft die Leistung anders bezeichnet.

Selbst-Check: Notieren Sie Ihre drei wichtigsten Leistungen – mit den Worten, die Kunden am Telefon benutzen. Suchen Sie bei Google nach jeder Leistung plus Ihrem Ort. Erscheinen Sie? Und: Kommen diese Wörter auf Ihrer Website überhaupt vor?

Was tun: Wenn eine wichtige Leistung heute nur als Wort in einer langen Liste vorkommt, prüfen Sie eine eigene Unterseite. Beantworten Sie dort die typischen Kundenfragen: Was kostet es ungefähr? Wie läuft es ab? Wie lange dauert es? Eine Seite braucht eine erkennbare Aufgabe und substanziellen eigenen Inhalt; zusätzliche Adressen ohne eigene Antwort helfen niemandem. Solche Seiten sind für Interessenten verständlicher und machen das Angebot auch für Such- und KI-Systeme eindeutiger. Eine Nennung in einer KI-Antwort lässt sich daraus nicht ableiten oder garantieren. Wie ich solche Seiten aufbaue und laufend verbessere, steht auf meiner Seite Website für Google optimieren.

6. Fehlende lokale Signale

Google braucht eindeutige Angaben dazu, wo Ihr Betrieb sitzt und arbeitet. Fehlen Ort und Einzugsgebiet auf der Website, ist die regionale Zuordnung weniger klar – gerade bei Suchen wie «Elektriker Winterthur».

Selbst-Check: Kommt Ihr Standort im Text Ihrer Website vor – nicht nur im Impressum? Steht die vollständige Adresse auf jeder Seite, etwa in der Fusszeile? Ist Ihr Einsatzgebiet genannt?

Was tun: Nennen Sie Ort und Einzugsgebiet in normalen Sätzen: «Malerarbeiten in Winterthur und Umgebung». Achten Sie darauf, dass Firmenname, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind – auf der Website, im Google-Eintrag und in Verzeichnissen wie local.ch.

7. Sichtbare Mitbewerber liefern mehr Vergleichsinformationen

Manchmal ist die eigene Website technisch erreichbar, während sichtbare Mitbewerber aktuellere Bewertungen, ausführlichere Leistungsseiten, eine besser bedienbare Website oder einen passenderen Kontaktweg zeigen.

Selbst-Check: Suchen Sie Ihre wichtigste Leistung plus Ort und dokumentieren Sie die sichtbaren Betriebe für Ort und Zeitpunkt. Wie aktuell sind deren Angaben und Bewertungen? Welche Fragen beantworten die Unterseiten? Welcher Kontaktweg wird angeboten? Vergleichen Sie dieselben Punkte mit Ihrem Auftritt, ohne daraus die Ursache der Reihenfolge abzuleiten.

Was tun: Vergleichen Sie den Rückstand Punkt für Punkt und beginnen Sie mit dem Hindernis, das eine Anfrage tatsächlich erschwert. Eine Online-Terminanfrage kann sinnvoll sein, wenn feste Termine zu Ihrem Ablauf gehören und der Kalender verlässlich gepflegt wird. Für Betriebe, die Aufträge zuerst fachlich oder telefonisch einordnen müssen, kann dagegen ein kurzes Anfrageformular passender sein. Der Kontaktweg muss zur Bearbeitung im Betrieb passen, nicht zu einer allgemeinen Digitalisierungszahl. Wie Sie Kundschaft neutral um eine Bewertung bitten, zeigt der Beitrag Google-Bewertungen bekommen als Handwerker.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis meine Homepage bei Google erscheint?

Google nennt für das erneute Crawlen einzelner Seiten einen möglichen Zeitraum von einigen Tagen bis Wochen, garantiert aber weder den Zeitpunkt noch eine Indexierung. Mit der URL-Prüfung können Sie eine Aufnahme beantragen und den späteren Status kontrollieren. Eine Platzierung hängt von weiteren Signalen und dem jeweiligen Suchkontext ab.

Kostet es etwas, bei Google gefunden zu werden?

Nein. Einen besseren Platz in den normalen Suchergebnissen oder im unbezahlten Kartenausschnitt kann man nicht kaufen. Davon zu unterscheiden ist Google-Werbung: Diese Anzeigen sind mit «Gesponsert» gekennzeichnet und erscheinen nur, solange Budget vorhanden ist. Unbezahlte Sichtbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab und kann sich ebenfalls verändern.

Ist meine Homepage überhaupt bei Google gelistet?

Das beantwortet die URL-Prüfung in der Search Console für jede Adresse einzeln und verlässlich. Eine Suche nach site:ihrefirma.ch gibt nur einen groben Hinweis und ist kein Nachweis. Prüfen Sie Startseite, Kontaktseite und die wichtigsten Leistungsseiten getrennt. Erst wenn dort «indexiert» steht, ist die Seite grundsätzlich auffindbar. Über die Platzierung sagt das noch nichts aus.

Warum erscheint mein Mitbewerber vor mir, obwohl meine Arbeit besser ist?

Google kann die Qualität Ihrer ausgeführten Arbeit nicht direkt beurteilen. Sichtbar sind stattdessen Bewertungen, Inhalte auf der Website, der Google-Eintrag und Angaben zum Einzugsgebiet. Ein online klarer dargestellter Betrieb kann deshalb eher in die Auswahl kommen. Die sieben Punkte aus diesem Beitrag helfen, die eigene Ausgangslage gezielt zu verbessern; eine bestimmte Platzierung folgt daraus nicht automatisch.

Reicht ein Google-Eintrag, oder brauche ich zusätzlich eine Website?

Ein vollständiger Google-Eintrag stellt Angaben bereit, die in lokalen Ergebnissen erscheinen können. Eine Website kann zusätzlich Leistungen, Ablauf, Referenzen und Kontaktweg erklären. Welche Bestandteile zuerst fehlen, zeigt die Ausgangslage; weder Eintrag noch Website garantieren eine Kartenposition oder Anfrage.

Wie komme ich bei Google auf die erste Seite?

Gefunden werden ist die erste Hürde – weiter oben stehen die zweite. Ein vollständiger Google-Eintrag, aktuelle Bewertungen, eigene Seiten pro Leistung und hilfreiche Inhalte können die Ausgangslage verbessern. Welche Faktoren Sie beeinflussen können und welche nicht, steht im Beitrag Google-Ranking verbessern.

Der nächste Schritt

Gehen Sie die sieben Checks der Reihe nach durch und notieren Sie, bei welchem Schritt die erste Unklarheit auftaucht. Falls Sie den Befund nicht einordnen können, schauen wir ihn in einem Erstgespräch gemeinsam an: technische Blockade, fehlende lokale Angaben oder eine Seite, die die konkrete Suchfrage noch nicht beantwortet.

Lieber eine Antwort für Ihren konkreten Betrieb?

Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir Google-Eintrag, Website und sichtbare Mitbewerber. Sie erhalten eine Einordnung der erkennbaren Lücken und offenen Fragen.