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Website erstellen lassen: Kosten in der Schweiz 2026

Von Simon Haenel ·

Vier zunehmend umfangreiche Website-Bauten stehen auf einem Plan neben Bleistift und Zollstock

CHF 599 oder CHF 12’000 – für «eine Website» hören Sie in der Schweiz beide Zahlen. Und beide können stimmen. Der Unterschied liegt darin, was Sie dafür bekommen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen die ehrlichen Preisspannen für 2026, die wahren Kostentreiber und die Warnsignale bei Billigangeboten. Dazu bekommen Sie eine Checkliste, mit der Sie jede Offerte prüfen können, und eine Beispielrechnung, wann sich die Investition rechnet. Damit Sie am Ende wissen, welche Lösung zu Ihrem Betrieb passt.

Die vier Wege zu einer Website – und ihre Preise 2026

Selbermachen mit Baukasten. Anbieter wie Wix oder Jimdo liefern fertige Vorlagen. Sie zahlen kein Honorar, nur ein Abo von grob CHF 150 bis 400 pro Jahr. Dafür investieren Sie viele Abende Ihrer Freizeit – und das Ergebnis sieht oft genau danach aus.

Billiganbieter. Fixpreis-Angebote zwischen CHF 599 und CHF 990 sind verbreitet. Das klingt verlockend. Dahinter steckt aber häufig eine Vorlage ab Stange, ein Mietmodell oder ein teures Abo. Mehr dazu weiter unten.

Freelancer und Einzelanbieter. Eine kleine Firmenwebsite mit fünf bis acht Seiten kostet in der Schweiz marktüblich CHF 1’500 bis CHF 7’000. Dafür erhalten Sie persönliche Beratung, eigene Texte und eine Website, die wirklich Ihnen gehört.

Agentur. Schweizer Agenturen rechnen mit Stundensätzen von etwa CHF 120 bis 250. Schon eine einfache Website kommt so schnell auf CHF 5’000 bis CHF 12’000 – je nach Umfang auch mehr. Das lohnt sich vor allem bei grösseren Projekten.

WegEinmalige KostenLaufende Kosten pro Jahr
Baukasten (selber machen)CHF 0 – dafür viel eigene Zeitca. CHF 150–400 (Abo)
BilliganbieterCHF 599–990oft Abo oder Miete, teils über CHF 1’000
Freelancer / EinzelanbieterCHF 1’500–7’000ca. CHF 100–300 plus Wartung
AgenturCHF 5’000–12’000 und mehrmeist Wartungsvertrag

Website selbst erstellen mit KI: für wen das reicht

Seit KI-Werkzeuge auf Zuruf ganze Websites bauen, stellt sich die Kostenfrage neu: Braucht es überhaupt noch jemanden wie mich? Die ehrliche Antwort: nicht immer. Wenn Ihre Auftragsbücher dank Mundpropaganda voll sind, Sie nur eine digitale Visitenkarte mit Adresse und Telefonnummer brauchen und Sie Freude am Ausprobieren haben, kann eine selbst gebaute KI-Website durchaus genügen.

Die Stolpersteine liegen dort, wo man sie am Anfang nicht sieht:

  • Die Technik hinter der Seite. Domain reservieren, die Website aufschalten, Updates einspielen, ein Formular reparieren, das plötzlich keine Anfragen mehr weiterleitet – all das gehört dazu und steht in keiner KI-Anleitung auf der ersten Seite.
  • Die Anbindung an Google. Eine neue Website erscheint nicht automatisch in der Google-Suche. Sie muss bei Google angemeldet und technisch sauber aufgebaut sein, sonst haben Sie eine schöne, aber unsichtbare Seite. Warum genau das so oft passiert, habe ich im Beitrag «Website wird bei Google nicht gefunden» beschrieben.
  • Das Rechtliche. Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Viele KI-Vorlagen sind für Deutschland geschrieben und passen nicht zum Schweizer Datenschutzgesetz.
  • Die laufende Pflege. Nach dem ersten «Fertig» beginnt die eigentliche Arbeit: neue Leistungen ergänzen, Öffnungszeiten anpassen, prüfen, ob alles noch funktioniert.

Das alles ist lösbar und kein Grund zur Panik. Aber es ist Arbeitszeit. Rechnen Sie Ihre eigenen Abende ehrlich zum Stundensatz Ihres Betriebs – dann vergleichen Sie fair.

Was den Preis wirklich treibt

Seitenzahl. Eine Startseite mit Kontakt ist schnell gebaut. Eigene Seiten für jede Leistung – etwa «Badumbau», «Reparaturservice», «Neubau» – brauchen mehr Arbeit, bringen aber auch mehr Anfragen über Google.

Texte. Wer schreibt sie? Wenn Sie die Texte liefern müssen, wird es für Sie mühsam. Wenn der Anbieter sie schreibt, kostet das – gute Texte in Kundensprache sind oft der grösste Einzelposten.

Fotos. Echte Bilder von Ihrem Team und Ihren Baustellen schaffen Vertrauen. Gestellte Katalogbilder erkennen Ihre Kunden sofort. Ein Foto-Halbtag schlägt sich im Preis nieder, zahlt sich aber aus.

Anfrageformular und Online-Buchung. 77 Prozent der Bevölkerung möchten Termine bei KMU online anfragen oder buchen – aber nur 3 Prozent der Betriebe bieten das an (laut der Studie «KMU Digital Pulse 2025» von localsearch und der Hochschule Luzern). Wer hier investiert, hebt sich von den Mitbewerbern ab.

Suchmaschinen-Grundausbau. Damit ist gemeint: saubere Technik, schnelle Ladezeiten und die richtigen Suchbegriffe, damit Google Ihre Seite überhaupt anzeigt. 46 Prozent aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug (laut Google). Eine schöne Website, die niemand findet, ist ein teures Deko-Objekt.

Versteckte Folgekosten

Mit dem einmaligen Preis ist es nicht getan. Rechnen Sie mit diesen Posten:

  • Hosting (der Speicherplatz im Internet, auf dem Ihre Website liegt): zusammen mit der Domain meist CHF 100 bis 300 pro Jahr.
  • Domain (Ihre Internetadresse, z. B. maler-muster.ch): rund CHF 10 bis 20 pro Jahr.
  • Wartung: technische Updates, Sicherheit, kleine Textänderungen. Fragen Sie vor Vertragsabschluss, was inbegriffen ist – und was jede Änderung kostet.

Besonders tückisch sind Mietmodelle: CHF 89 pro Monat klingen harmlos. Nach vier Jahren haben Sie so aber über CHF 4’000 bezahlt – oft mehr, als eine gekaufte Website gekostet hätte. Und beim Ausstieg gehört Ihnen nichts.

Warnsignale bei Billigangeboten

  • Die Website gehört nicht Ihnen. Steht im Vertrag «Miete» oder «Lizenz», verlieren Sie beim Anbieterwechsel alles.
  • «Platz 1 bei Google – garantiert». Das kann niemand seriös versprechen. Punkt.
  • Keine Referenzen, kein Impressum, kein Ansprechpartner in der Schweiz. Wer erreichbar sein will, zeigt sich.
  • Texte ab Stange. Wenn im Angebot nirgends steht, wer Ihre Texte schreibt, bekommen Sie austauschbare Floskeln.
  • Kein Wort zu Google Maps. Die ersten drei Einträge auf Google Maps holen rund 44 Prozent der Klicks. Ein Anbieter, der Ihren Google-Eintrag ignoriert, verschenkt Ihr grösstes Potenzial.

So prüfen Sie eine Offerte: fünf Punkte vor der Unterschrift

Offerten für Websites sind für Laien schwer zu vergleichen, weil jeder Anbieter andere Begriffe verwendet. Diese fünf Punkte bringen Klarheit. Fehlt einer davon in der Offerte, fragen Sie schriftlich nach – ein seriöser Anbieter beantwortet alle fünf ohne Zögern.

  1. Eigentum an Website und Domain. Beides muss Ihnen gehören, schwarz auf weiss im Vertrag. Die Domain – also Ihre Internetadresse – muss auf Ihren Namen oder Ihre Firma registriert sein, nicht auf den Anbieter. Steht irgendwo «Miete», «Lizenz» oder «Nutzungsrecht», ist Vorsicht angebracht.
  2. Wer schreibt die Texte? In der Offerte muss stehen, ob die Texte im Preis enthalten sind, wer sie schreibt und wie viele Korrekturrunden inbegriffen sind. «Texte liefert der Kunde» ist zulässig – aber dann wissen Sie, dass etliche Stunden Eigenleistung auf Sie zukommen.
  3. Was ist mit dem Google-Eintrag? Eine neue Website nützt wenig, wenn Ihr Google-Eintrag (offiziell «Google Business Profil») veraltet ist oder fehlt – dort schauen viele Kunden zuerst hin. Fragen Sie, ob die Einrichtung oder Aktualisierung des Eintrags dazugehört und ob die Website bei Google angemeldet wird.
  4. Laufende Kosten schwarz auf weiss. Hosting, Domain, Wartung und der Preis für kleine Änderungen gehören als Jahresbetrag in die Offerte. «Nach Aufwand» ohne Stundensatz ist keine Antwort.
  5. Ausstiegsklausel. Was passiert, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen? Erhalten Sie alle Zugänge und Daten? Wie lange ist die Kündigungsfrist, und kostet die Übergabe etwas? Wer hier ausweicht, plant mit Ihrer Abhängigkeit.

Wann rechnet sich eine Website? Eine Beispielrechnung

Rechnen wir es durch – die folgenden Zahlen sind bewusst ein vereinfachtes Beispiel und kein Versprechen, jeder Betrieb rechnet anders. Nehmen wir einen Sanitärbetrieb: Die Website beim Einzelanbieter kostet einmalig CHF 3’500, dazu kommen rund CHF 200 pro Jahr für Hosting und Domain. Über fünf Jahre gerechnet sind das CHF 4’500 – oder etwa CHF 75 pro Monat.

Auf der anderen Seite steht der Wert eines einzigen Auftrags. Ein Badumbau bringt im Beispiel CHF 18’000 Umsatz; nach Material und Löhnen bleiben davon vielleicht CHF 3’000 im Betrieb. Bringt die Website über fünf Jahre auch nur zwei solcher Aufträge, die Sie sonst nicht bekommen hätten, hat sie sich mehr als bezahlt gemacht. Alles darüber ist Gewinn. Eine laufende Betreuung kommt gegebenenfalls dazu – auch sie muss sich an gewonnenen Aufträgen messen lassen, das gilt für jeden Anbieter, auch für mich. Meine Pakete und Preise finden Sie transparent auf der Preisseite.

Vereinfachtes Rechenbeispiel über fünf Jahre – keine Prognose und kein Leistungsversprechen
Investition
CHF 3’500 + 5 × CHF 200 = CHF 4’500
Beispiel-Deckungsbeitrag
2 × CHF 3’000 = CHF 6’000
Differenz im Beispiel
CHF 6’000 − CHF 4’500 = CHF 1’500

Der Punkt dahinter: Die Aufträge, die heute an besser sichtbare Mitbewerber gehen, tauchen in keiner Buchhaltung auf. Man sieht nur, was man ausgibt – nie, was man verpasst. Genau deshalb lohnt sich die nüchterne Rechnung.

Welche Stufe lohnt sich für Ihren Handwerksbetrieb?

Baukasten oder KI-Website: nur, wenn Ihre Auftragsbücher dank Mundpropaganda voll sind und Sie lediglich eine digitale Visitenkarte brauchen.

Billiganbieter: selten eine gute Idee. Was Sie einsparen, zahlen Sie später doppelt – in Abos, Anpassungen oder einem kompletten Neustart.

Freelancer oder Einzelanbieter (CHF 1’500–7’000): für die meisten Handwerksbetriebe der beste Mittelweg. Sie erhalten eine eigene Website mit sauberem Suchmaschinen-Fundament – was dazugehört und wie ich dabei vorgehe, zeigt meine Seite zur Website-Erstellung. Ein einziger zusätzlicher Auftrag – etwa ein Badumbau – deckt die Investition oft bereits.

Agentur: sinnvoll ab mehreren Standorten, einem Online-Shop oder Spezialwünschen.

Noch ein Gedanke: Längst nicht alle Schweizer KMU haben überhaupt eine eigene Website. Und 76 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen bereits KI-Chatbots wie ChatGPT, die ebenfalls Firmen empfehlen – aber nur solche, die online sauber auffindbar sind. Wer jetzt investiert, ist der Konkurrenz einen Schritt voraus.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für einen Handwerksbetrieb in der Schweiz?

Bei Freelancern und Einzelanbietern liegt eine kleine Firmenwebsite mit fünf bis acht Seiten marktüblich zwischen CHF 1’500 und CHF 7’000, je nach Umfang von Texten, Fotos und Suchmaschinen-Grundausbau. Billiger geht es mit Baukasten oder Fixpreis-Anbietern – dann tragen Sie aber mehr Eigenleistung oder Einschränkungen mit.

Welche laufenden Kosten muss ich einplanen?

Hosting und Domain kosten zusammen meist CHF 100 bis 300 pro Jahr. Dazu kommt die Wartung – je nachdem, was Sie vereinbaren. Wichtig ist, dass alle laufenden Posten vor der Unterschrift als Jahresbetrag in der Offerte stehen, nicht erst auf der ersten Rechnung.

Reicht ein gepflegter Google-Eintrag ohne eigene Website?

Für den Start manchmal ja – ein aktueller Google-Eintrag mit guten Bewertungen bringt vielen Betrieben bereits Anrufe. Eine eigene Website verstärkt die Wirkung aber deutlich: Sie gibt dem Eintrag ein Ziel, beantwortet Fragen und wirkt seriöser als ein Eintrag allein. Was zuerst sinnvoll ist, hängt von Ihrer Ausgangslage ab.

Wie lange dauert es, bis die Website online ist?

Eine kleine Firmenwebsite ist erfahrungsgemäss in wenigen Wochen machbar. Der grösste Zeitfaktor sind meist nicht Technik oder Design, sondern Texte und Bilder – planen Sie dafür genug Vorlauf ein, besonders wenn Sie Inhalte selbst liefern.

Ich habe schon eine Website – lohnt sich ein kompletter Neubau?

Nicht immer. Oft reicht eine gezielte Überarbeitung: bessere Texte, sauberere Technik, die Anmeldung bei Google. Ein kurzer Blick auf die bestehende Seite zeigt schnell, ob das Fundament trägt oder ob ein Neustart günstiger kommt als ständiges Flicken.

Der nächste Schritt

Sie müssen das nicht alleine entscheiden. In einem kostenlosen Erstgespräch schaue ich mir Ihre Ausgangslage an und sage Ihnen ehrlich, welche Stufe für Ihren Betrieb sinnvoll ist – auch wenn die Antwort lautet: «Ein gepflegter Google-Eintrag reicht vorerst.» Gerne werfe ich auch einen zweiten Blick auf eine Offerte, die Sie bereits erhalten haben – mit der Checkliste aus diesem Beitrag als Massstab. Melden Sie sich unverbindlich – Sie erreichen mich über die Kontaktseite.

Lieber eine Antwort für Ihren konkreten Betrieb?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir Ihre Situation gemeinsam an – Google-Eintrag, Website, Konkurrenz. Ehrlich und ohne Verpflichtung.