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Website erstellen lassen: Kosten in der Schweiz 2026
Eine Firmenwebsite ist kein standardisiertes Produkt. Vier Seiten mit gelieferten Texten sind nicht mit zwölf individuell geschriebenen Seiten, Terminbuchung und Schnittstellen vergleichbar. Dieser Beitrag verwendet deshalb keine pauschale «Marktspanne». Er zeigt veröffentlichte Preisbeispiele mit ihrem jeweiligen Umfang, nennt die Grenzen des Vergleichs und schliesst mit einer Checkliste und einer Beispielrechnung.
Preisbeispiele mit offengelegtem Umfang
Stand der folgenden Abfrage ist der 18. Juli 2026. Die Beträge wurden nicht um Mehrwertsteuer, laufende Gebühren oder unterschiedliche Eigenleistungen bereinigt. Sie sind deshalb keine repräsentative Schweizer Marktstatistik, sondern Beispiele dafür, wie stark der Leistungsumfang den Preis verändert.
| Veröffentlichtes Beispiel | Genannter Umfang | Ausgewiesener Preis |
|---|---|---|
| Hostpoint Sites Basic | Baukasten für bis zu fünf Seiten; Aufbau, Texte und Bilder übernimmt der Betrieb | CHF 9 pro Monat |
| SEEWERK Business | fünf Seiten, eine Textrunde und lokaler SEO-Grundausbau | CHF 1’490 einmalig |
| Gryps-Kostenvergleich | vier Unterseiten, professionelle Texte und Bilder, Blog, Newsletter-Anmeldung und LinkedIn-Verlinkung | CHF 2’400–6’800; Durchschnitt CHF 4’400 |
| Beyondweb Essential | vier bis fünf individuelle Seiten, ein CMS-Modul, technische SEO-Basis und einfaches Formular | CHF 5’000 |
Gryps schreibt, dafür Webdesigner in der Deutschschweiz zu einem definierten Szenario befragt zu haben. Die Seite nennt weder Zahl der Befragten noch Erhebungszeitpunkt. Die Spanne von CHF 2’400 bis 6’800 ist deshalb nur ein Richtwert für dieses Szenario. Die übrigen Zeilen sind einzelne Anbieterangebote. Sie zeigen keine Marktverteilung und sind wegen der unterschiedlichen Leistungen nicht direkt gegeneinander ausspielbar.
Für eine eigene Offerte sind daher fünf Angaben wichtiger als das Etikett «Freelancer» oder «Agentur»: Seitenzahl, Verantwortung für Texte und Bilder, enthaltene Funktionen, Zahl der Korrekturrunden sowie sämtliche einmaligen und laufenden Kosten.
Website selbst erstellen mit KI: für wen das reicht
KI-Werkzeuge und Baukästen können für einen kleinen Auftritt genügen, wenn wenige Seiten gebraucht werden und jemand im Betrieb Aufbau, Texte, Bilder, Prüfung und spätere Änderungen übernimmt. Eine externe Umsetzung wird relevant, sobald Recherche, individuelle Inhalte, technische Anbindungen oder eine feste Zuständigkeit fehlen.
Die Stolpersteine liegen dort, wo man sie am Anfang nicht sieht:
- Die Technik hinter der Seite. Domain reservieren, die Website aufschalten, Updates einspielen, ein Formular reparieren, das plötzlich keine Anfragen mehr weiterleitet – all das gehört dazu und steht in keiner KI-Anleitung auf der ersten Seite.
- Die Anbindung an Google. Eine neue Website erscheint nicht automatisch in der Google-Suche. Google muss ihre Seiten erreichen und erfassen können; die Search Console hilft bei der Prüfung. Welche Ursachen die Aufnahme verhindern können, steht im Beitrag «Website wird bei Google nicht gefunden».
- Das Rechtliche. Welche Pflichtangaben nötig sind, hängt von Funktion und Datenbearbeitung ab. Wer über Formular, Analysewerkzeug oder andere Dienste Personendaten bearbeitet, muss die Informationspflichten des Datenschutzgesetzes prüfen; der EDÖB erklärt die Anforderungen an Datenschutzerklärungen. Für elektronischen Geschäftsverkehr gelten zusätzliche Anbieterangaben, die das SECO zum Onlinehandel erläutert. Eine KI-Vorlage ersetzt keine Prüfung des konkreten Auftritts.
- Die laufende Pflege. Nach dem ersten «Fertig» beginnt die eigentliche Arbeit: neue Leistungen ergänzen, Öffnungszeiten anpassen, prüfen, ob alles noch funktioniert.
Das alles ist lösbar, kostet aber Arbeitszeit. Rechnen Sie Ihre eigenen Stunden zum internen Stundensatz Ihres Betriebs und stellen Sie sie den Kosten einer externen Umsetzung gegenüber.
Die wichtigsten Preistreiber
Seitenzahl. Eine Startseite mit Kontakt ist schnell gebaut. Eigene Seiten für jede Leistung – etwa «Badumbau», «Reparaturservice», «Neubau» – brauchen mehr Arbeit, können dafür aber gezielter zu den entsprechenden Suchanfragen erscheinen.
Texte. Die Offerte muss klären, wer recherchiert, schreibt, fachlich freigibt und korrigiert. Eigenleistung senkt den externen Aufwand, verlagert aber Arbeitszeit in den Betrieb; externe Textarbeit erhöht den Projektumfang.
Fotos. Echte Bilder von Ihrem Team, den Baustellen und fertigen Arbeiten helfen Interessenten, Arbeitsweise und Angebot einzuordnen. Ein Foto-Halbtag schlägt sich im Preis nieder; ob er nötig ist, hängt vom vorhandenen Bildmaterial und vom Gewerk ab.
Anfrageformular und Online-Buchung. 77 Prozent der Bevölkerung möchten Termine bei KMU online anfragen oder buchen – aber nur 3 Prozent der Betriebe bieten das an (laut der Studie «KMU Digital Pulse 2025» von localsearch und der Hochschule Luzern). Ob Formular oder Buchung sinnvoll ist, hängt vom Ablauf ab: Ein Notdienst braucht andere Angaben als eine geplante Beratung.
Suchmaschinen-Grundausbau. Dazu gehören erreichbare Seiten, nachvollziehbare Struktur, Seitentitel, maschinenlesbare Betriebsangaben und verständliche Leistungsinhalte. Diese Arbeit erleichtert Abruf und Einordnung; sie garantiert weder Indexierung noch eine Platzierung.
Versteckte Folgekosten
Neben dem Projektpreis können weitere Posten entstehen. Lassen Sie sie in der Offerte als konkrete Jahres- oder Einzelbeträge ausweisen:
- Hosting oder Baukasten-Abo: Das veröffentlichte Hostpoint-Beispiel oben kostet je nach Stufe CHF 9, 15 oder 25 pro Monat. Andere Systeme rechnen Hosting separat oder bereits im Projektpreis ein.
- Domain: Prüfen Sie den Jahrespreis, auf wen sie registriert wird und ob eine Verlängerung automatisch erfolgt.
- Wartung: technische Updates, Sicherheit, kleine Textänderungen. Fragen Sie vor Vertragsabschluss, was inbegriffen ist – und was jede Änderung kostet.
Bei Mietmodellen zählt die Gesamtrechnung: CHF 89 pro Monat ergeben nach vier Jahren über CHF 4’000. Prüfen Sie, welche Betreuung darin enthalten ist, wie lange die Zahlung läuft und welche Inhalte, Daten und Zugänge Sie beim Ausstieg erhalten.
Vertrags- und Leistungsfragen für jedes Angebot
- Unklare Rechte bei einem Miet- oder Lizenzmodell. Prüfen Sie, welche Inhalte, Daten und Zugänge Sie bei einem Anbieterwechsel übernehmen können und welche nicht.
- «Platz 1 bei Google – garantiert». Eine bestimmte organische Platzierung kann kein Anbieter zusichern.
- Arbeitsbeispiele und Zuständigkeit fehlen. Lassen Sie sich zeigen, wer Ihr Projekt umsetzt, wie Rückfragen laufen und welche vergleichbaren Arbeiten vorhanden sind.
- Textarbeit ist nicht beschrieben. Wenn im Angebot nicht steht, wer recherchiert, schreibt und korrigiert, bleiben Eigenleistung und Ergebnisumfang unklar.
- Kein Wort zum Google-Eintrag bei einem lokalen Sichtbarkeitsauftrag. Wenn Sie ausdrücklich bei regionalen Suchen besser auffindbar werden wollen, sollte die Offerte erklären, ob der Eintrag geprüft oder separat betreut wird.
So prüfen Sie eine Offerte: fünf Punkte vor der Unterschrift
Offerten für Websites sind schwer zu vergleichen, weil jeder Anbieter andere Begriffe und Leistungspakete verwendet. Diese fünf Punkte bringen Klarheit. Fehlt einer davon, fragen Sie vor der Unterschrift schriftlich nach.
- Rechte an Website und Domain. Lassen Sie festhalten, welche Dateien und Nutzungsrechte übergehen, auf wen die Domain registriert wird und was bei einem Anbieterwechsel exportiert werden kann. Bei Miete, Lizenz oder einem proprietären Baukasten muss der Vertrag erklären, was nach dem Ende weiter nutzbar bleibt.
- Wer schreibt die Texte? In der Offerte muss stehen, ob die Texte im Preis enthalten sind, wer sie schreibt und wie viele Korrekturrunden inbegriffen sind. «Texte liefert der Kunde» ist zulässig – aber dann wissen Sie, dass etliche Stunden Eigenleistung auf Sie zukommen.
- Was ist mit dem Google-Eintrag? Wenn der Auftrag lokale Auffindbarkeit umfasst, fragen Sie, ob der Google-Eintrag geprüft wird und ob die Website in der Search Console eingerichtet oder kontrolliert wird. Bei einem reinen Website-Auftrag können diese Leistungen separat sein.
- Laufende Kosten schwarz auf weiss. Hosting, Domain, Wartung und der Preis für kleine Änderungen gehören als Jahresbetrag in die Offerte. «Nach Aufwand» ohne Stundensatz ist keine Antwort.
- Ausstiegsklausel. Was passiert, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen? Erhalten Sie alle Zugänge und Daten? Wie lange ist die Kündigungsfrist, und kostet die Übergabe etwas? Unklare Antworten erhöhen das Risiko späterer Zusatzkosten oder Abhängigkeiten.
Wann rechnet sich eine Website? Eine Beispielrechnung
Rechnen wir es durch – die folgenden Zahlen sind bewusst ein vereinfachtes Beispiel und kein Versprechen, jeder Betrieb rechnet anders. Nehmen wir einen Sanitärbetrieb: Die Website beim Einzelanbieter kostet einmalig CHF 3’500, dazu kommen rund CHF 200 pro Jahr für Hosting und Domain. Über fünf Jahre gerechnet sind das CHF 4’500 – oder etwa CHF 75 pro Monat.
Auf der anderen Seite steht der Deckungsbeitrag eines zusätzlichen Auftrags. Ein Badumbau bringt im Beispiel CHF 18’000 Umsatz; nach Material und direkt zurechenbaren Löhnen bleiben davon angenommen CHF 3’000 zur Deckung weiterer Kosten. Zwei zusätzliche Aufträge ergäben CHF 6’000 Deckungsbeitrag und lägen damit CHF 1’500 über der Website-Investition im Beispiel. Ob die Website diese Aufträge tatsächlich zusätzlich ausgelöst hat, muss der Betrieb über Anfragen und Aufträge nachvollziehen. Eine laufende Betreuung kommt gegebenenfalls dazu und gehört in dieselbe Gesamtrechnung. Meine Pakete und Preise stehen auf der Preisseite.
- Investition
- CHF 3’500 + 5 × CHF 200 = CHF 4’500
- Beispiel-Deckungsbeitrag
- 2 × CHF 3’000 = CHF 6’000
- Differenz im Beispiel
- CHF 6’000 − CHF 4’500 = CHF 1’500
Die Rechnung definiert nur die Gewinnschwelle: Im Beispiel wären mindestens zwei zusätzliche Aufträge nötig, um den angenommenen Website-Aufwand zu übertreffen. Sie belegt nicht, dass die Website diese Aufträge verursacht. Dafür müssen Anfragequelle, Offerte, Auftrag und Deckungsbeitrag getrennt erfasst werden.
Welcher Projektumfang zu Ihrem Betrieb passt
Baukasten oder KI-Website: passt, wenn wenige Seiten genügen und im Betrieb Zeit für Texte, Bilder, Einrichtung, Prüfung und spätere Änderungen vorhanden ist.
Definiertes Fixpreis-Angebot: lässt sich beurteilen, wenn Seiten, Inhalte, Funktionen, Korrekturen, Rechte und laufende Kosten vollständig aufgeführt sind.
Individuell erstellte Firmenwebsite: ist zu prüfen, wenn Recherche, Texte, mehrere Leistungsseiten oder eine eigene Gestaltung benötigt werden. Was zu meiner Website-Erstellung gehört, ist dort einzeln aufgeführt.
Grösseres Projektteam: kann bei mehreren Sprachen, vielen Standorten, einem Online-Shop, komplexen Schnittstellen oder mehreren parallel benötigten Fachrollen nötig sein.
Auch KI-Chatbots werden inzwischen für die Suche nach Anbietern genutzt. Eindeutige, öffentlich zugängliche Informationen können solchen Systemen helfen, einen Betrieb und seine Leistungen einzuordnen; eine Nennung lässt sich damit nicht garantieren. Entscheidend für die Investition bleiben deshalb Ihre Kundschaft, Ihr Auftragswert und die Frage, welche Informationen heute online fehlen.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website für einen Handwerksbetrieb in der Schweiz?
Für das von Gryps beschriebene Beispiel mit vier Unterseiten, professionellen Texten und Bildern, Blog, Newsletter-Anmeldung und LinkedIn-Verlinkung lagen die genannten Preise bei CHF 2’400 bis CHF 6’800. Gryps nennt weder Stichprobengrösse noch Erhebungszeitpunkt; eine kleinere oder anders zusammengesetzte Website kann ausserhalb dieser Spanne liegen.
Welche laufenden Kosten muss ich einplanen?
Lassen Sie Domain, Hosting oder Baukasten-Abo, Wartung, Lizenzen und Änderungen getrennt ausweisen. Im oben verlinkten Hostpoint-Beispiel kostet der Baukasten CHF 9, 15 oder 25 pro Monat; Domain und weitere Leistungen müssen anhand des gewählten Pakets geprüft werden. Bei individuell erstellten Websites gelten andere Kostenmodelle.
Reicht ein gepflegter Google-Eintrag ohne eigene Website?
Für einen einfachen Auftritt kann ein aktueller Google-Eintrag zunächst genügen: Er stellt Kontakt, Öffnungszeiten, Gebiet und Bewertungen bereit. Eine eigene Website kann zusätzlich Leistungen, Ablauf, Arbeitsbeispiele und Kontaktmöglichkeiten erklären. Was zuerst fehlt, hängt von der Ausgangslage ab; eine Anfrage ist durch keinen der beiden Bausteine zugesichert.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Das lässt sich erst nach Seitenzahl, Funktionen und Verantwortlichkeiten festlegen. Die Offerte sollte Meilensteine für Struktur, Texte, Bilder, Entwurf, Korrekturrunden und Aufschaltung nennen und ausweisen, welche Termine von Ihrer Freigabe abhängen.
Ich habe schon eine Website – lohnt sich ein kompletter Neubau?
Nicht immer. Vergleichen Sie zuerst den Aufwand für technische Korrekturen, neue Inhalte und benötigte Funktionen mit einem Neubau. Eine Bestandsaufnahme sollte wiederverwendbare Seiten, Weiterleitungen, Messdaten und technische Abhängigkeiten erfassen, bevor entschieden wird.
Der nächste Schritt
Markieren Sie in Ihrer Offerte zuerst, wer Texte liefert, wem Website und Domain gehören und welche laufenden Kosten entstehen. Wenn einer dieser Punkte unklar bleibt, können wir die Offerte in einem Erstgespräch anhand der Checkliste gemeinsam einordnen. Dabei kann das Ergebnis auch sein, dass eine Überarbeitung oder ein gepflegter Google-Eintrag vorerst genügt.