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IT-Leads kaufen oder SEO: Kosten je Kunde vergleichen

Was kostet ein IT-Lead? Drei veröffentlichte Preismodelle ab 35 Euro, dein Höchstpreis pro Lead zum Nachrechnen und die Kosten je Kunde im Vergleich mit SEO.

Simon Haenel veröffentlicht aktualisiert

Generierte Tischszene: Notizblätter mit Kontakt und Kunde neben einem Taschenrechner für den Kostenvergleich.

Ein Lead-Anbieter hat dir ein Paket mit IT-Kontakten angeboten, oder eine Anfrageplattform lädt dich als Anbieter für IT-Services ein. Jetzt liegt ein Preis vor dir, und du musst entscheiden, ob du unterschreibst. Was ein IT-Lead kostet, hängt davon ab, was du dafür bekommst: LeadFactory verkauft Kontakte von Personen, die ein Whitepaper heruntergeladen haben, ab 35 Euro pro Lead. Die Schweizer Plattform Gryps verlangt von Anbietern ein Jahresabo ab CHF 350 und zusätzlich einen Preis pro Anfrage, den sie nicht veröffentlicht. TS-Scherer nennt für IT-Leads im DACH-Raum grob 20 bis 500 Euro, am oberen Ende mit dokumentiertem Bedarf und vereinbartem Termin. Alle drei Angaben stammen von den Websites der Anbieter, abgerufen am 26. September 2026; sie sind Beispiele, keine Marktstatistik. Beim Kauf kommt deine eigene Zeit für Anbieterauswahl, Gespräche und Offerten dazu. Im Rechenbeispiel werden so aus CHF 150 pro Lead und zwei Abschlüssen aus 20 Kontakten CHF 3’000 pro gewonnenem Kunden.

Vor der Unterschrift brauchst du deshalb zwei Antworten: Hat die Person tatsächlich nach einer IT-Leistung gefragt? Und wie viele bezahlte Aufträge müssen aus dem Paket entstehen, damit sich Einkauf und Vertriebsarbeit rechnen? Ein günstiger Kontakt ohne echten Bedarf kann dich am Ende mehr kosten als eine teurere Anfrage, aus der ein Auftrag wird. Welchen Preis pro Lead du höchstens zahlen kannst, rechnest du weiter unten mit deinen eigenen Zahlen nach.

Vergleiche dabei die Kosten für dieselbe IT-Leistung. Eine einzelne Migration und eine laufende Betreuung können unterschiedlichen Vertriebsaufwand und Ertrag bedeuten. Bei der eigenen Website als Alternative bezahlst du den Aufbau und die weitere Arbeit an den Seiten, bringst Leistungsangaben ein und prüfst Entwürfe. Auch diese Anfragen muss jemand bearbeiten.

Ich verkaufe Website- und SEO-Dienstleistungen, keine Leads. Damit du meine Rechnung prüfen kannst, lege ich für beide Wege alle Annahmen offen.

Was kaufst du bei IT- und B2B-Leads: Adresse, Download, Anfrage oder Termin?

Unter «IT-Lead» werden vier unterschiedliche Dinge angeboten. Diese Unterscheidung und die Prüffragen weiter unten gelten ebenso, wenn du B2B-Leads für eine andere Dienstleistung kaufst:

  • Ein Firmendatensatz: Unternehmen, Name, Funktion und Kontaktdaten. Daraus geht noch kein aktueller Bedarf hervor.
  • Ein Download-Kontakt: Eine Person hat Unterlagen zu einem Thema heruntergeladen und weiteren E-Mails zugestimmt. Sie interessiert sich für das Thema, sucht deshalb aber noch keinen neuen IT-Anbieter.
  • Eine Projektanfrage: Eine Person hat beispielsweise Unterstützung beim Wechsel ihrer IT-Betreuung angefragt. Du musst noch prüfen, ob Aufgabe, Zeitplan und Zuständigkeit passen.
  • Ein vereinbarter Termin: Ein Gespräch steht im Kalender. Das hilft dir, wenn die Person weiss, mit wem sie über welche Leistung sprechen wird und tatsächlich teilnimmt.

Lass dir ein anonymisiertes Muster zeigen und schriftlich festhalten, was du erhältst. Bei «vorqualifiziert» fragst du nach: Welche Fragen wurden gestellt? Welche Kontakte sortiert der Anbieter aus?

Was kosten IT-Leads? Drei veröffentlichte Preismodelle

Was hinter den Preisen aus der Einleitung steckt, zeigen die Anbieterseiten selbst. Die Tabelle fasst je ein Beispiel für Download, Anfrage und Termin zusammen, Stand 26. September 2026; sie ist keine Empfehlung eines Anbieters.

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Modell und AnbieterWas du erhältstPreis und AbrechnungWer den Kontakt ebenfalls erhältWenn der Lead nicht passt
Download-Kontakt: LeadFactory, Basis-LeadKontaktdaten einer Person, die ein Whitepaper heruntergeladen hat. Laut Anbieter gilt ihr Interesse eher dem Thema als einem bestimmten Produkt; ein Anruf ist in diesem Stadium in der Regel unerwünscht.Ab 35 Euro pro Lead, Webinar- und Registrierungs-Leads ab 59 Euro. Du brauchst eigene Inhalte, etwa ein Whitepaper. Vorlauf laut Anbieter rund 10 Werktage, dann rund 30 Werktage für 100 Leads.Auf der Produktseite nicht angegebenAuf der Produktseite nicht angegeben
Projektanfrage: GrypsAnfrage eines Schweizer KMU, das eine Leistung beschaffen will, etwa IT-Services oder IT-Security. Gryps qualifiziert sie vor und bietet sie dir als Lead an.Jahresabo ab CHF 350 nach dreimonatiger Testphase, höhere Stufen ab CHF 1’500 und CHF 5’000. Dazu ein Preis pro gekauftem Lead, der sich unter anderem nach Auftragsvolumen und Auftragsstatus richtet und nicht veröffentlicht ist.Der Kunde wählt aus bis zu drei AnbieternRücktritt innert 15 Tagen, wenn der Lead offensichtlich nicht ernst gemeint ist und du den Kunden rechtzeitig kontaktiert hast
Vereinbarter Termin: TS-SchererTermin mit einer telefonisch qualifizierten Ansprechperson, dazu Notizen zu Bedarf, Budgetrahmen und ZeitplanProjektbasiert, als monatliches Kontingent oder erfolgsbasiert pro qualifiziertem Termin. Stückpreise im Angebot; für IT-Leads im DACH-Raum nennt der Anbieter grob 20 bis 500 Euro.Nicht angegebenKontakte, die die vereinbarten Kriterien nachweislich nicht erfüllen, werden nicht berechnet oder ersetzt; die Regel steht im Angebot

Die drei Preise lassen sich nicht direkt vergleichen, weil du jeweils etwas anderes kaufst. Für den Download-Kontakt zahlst du wenig, doch bis zu einem Gespräch über deine Betreuung liegt die Arbeit bei dir: Wer ein Whitepaper zu Microsoft 365 liest, plant deshalb noch keinen Wechsel seiner IT-Betreuung. Bei der Plattformanfrage sucht der Betrieb tatsächlich einen Anbieter, du offerierst aber gegen bis zu zwei andere. Beim Termin ist das Gespräch vorbereitet, dafür liegt sein Preis laut TS-Scherer am oberen Ende der Spanne. Welches Modell sich für dich rechnet, zeigt erst der Preis pro gewonnenem Kunden.

Diese Fragen gehören vor den Kauf

Bei Anfragen zur IT-Betreuung würde ich vor dem Kauf diese Punkte klären:

  1. Anlass: Möchte der Betrieb den Dienstleister wechseln, ein Projekt umsetzen oder nur einen Preis erfahren? Wann wurde das bestätigt?
  2. Umfang: Welche Systeme, Arbeitsplätze und Aufgaben sind betroffen? Geht es um Microsoft 365, Support, Infrastruktur oder eine einzelne Migration?
  3. Ansprechperson: Welche Rolle hat die Person bei Auswahl und Entscheidung? Eine technische Kontaktperson ohne Budgetfreigabe kann wichtig sein; ihre Rolle muss erkennbar bleiben.
  4. Exklusivität: An wie viele Anbieter geht dieselbe Anfrage, gleichzeitig oder nacheinander? Wie alt ist sie bei Übergabe?
  5. Kontaktweg: Wie wurde die Person über die Weitergabe und die Kontaktaufnahme informiert? Ein gekaufter Datensatz allein beantwortet nicht, ob du ihn für den vorgesehenen Kontaktweg nutzen darfst.
  6. Reklamation: Was passiert bei Duplikaten, falschen Nummern, unpassenden Leistungen oder abgesagten Terminen? Welche Frist und welcher Nachweis gelten?
  7. Bindung: Gibt es ein Mindestvolumen, automatische Verlängerung oder eine Pflicht, weitere Pakete abzunehmen?

Halte die Antworten zusammen mit Preis und Muster fest. So kannst du später gelieferte Qualität mit der Vereinbarung vergleichen.

Ein Rechenbeispiel: CHF 150 pro Lead sind nicht CHF 150 pro Kunde

Rechenannahmen für beide Beispiele: Beide Wege sollen Kunden für dieselbe laufende IT-Betreuung gewinnen. Wir betrachten jeweils die ersten sechs Monate ab Beginn der Vorbereitung: Anbieterauswahl und Abstimmung zählen ebenso mit wie Seitenaufbau und Veröffentlichung. Die Beträge, Stunden und Abschlüsse sind frei gewählt; sie zeigen den Rechenweg, keine Marktpreise, Preise meines Angebots oder erwartbaren Ergebnisse. Meine tatsächlichen Festpreise stehen am Schluss; dort setze ich sie auch in dieses Beispiel ein. Eine interne Arbeitsstunde setzen wir bei beiden Wegen mit CHF 100 an.

Du kaufst in diesem Beispiel 20 Kontakte für insgesamt CHF 3’000. Bis zum Ende der sechs Monate gewinnst du daraus zwei Kunden:

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PositionRechnungKosten oder Ergebnis
Lead-Paket20 Kontakte × CHF 150CHF 3’000
Anbieter auswählen und Auftrag vorbereiten5 Stunden für Musterprüfung, Vereinbarung und Abstimmung × CHF 100CHF 500
Erstbearbeitung20 × 30 Minuten × CHF 100/StundeCHF 1’000
Vertiefte Gespräche und Offerten15 Stunden × CHF 100CHF 1’500
Gesamter AkquisitionsaufwandEinkauf plus interne ArbeitCHF 6’000
Abgeschlossene Neukundenangenommen 2CHF 3’000 je Kunde

Aus CHF 150 pro Kontakt werden CHF 3’000 pro Kunde. Bei gleichem Aufwand und nur einem Abschluss wären es CHF 6’000, bei vier Abschlüssen CHF 1’500. Ohne Abschluss kannst du keinen Preis pro gewonnenem Kunden berechnen; Einkauf und Arbeitszeit sind trotzdem angefallen. Zusätzliche Gespräche und Offerten können den Aufwand erhöhen.

Die CHF 6’000 enthalten bewertete Arbeitszeit. Sie ist keine zusätzliche Rechnung in dieser Höhe, beansprucht aber Kapazität. Weitere Ausgaben für Werkzeuge oder externe Unterstützung nehmen wir beim Lead-Kauf hier nicht an. Fallen sie bei dir an, ergänze sie. Bereits enthaltene Arbeit zählst du kein zweites Mal.

Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was du am Auftrag verdienst. Vergleiche die CHF 3’000 mit dem Deckungsbeitrag: dem Umsatz abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten für die Ausführung deiner IT-Leistung. Bei einer Migration rechnest du mit dem Projekt. Bei laufender Betreuung legst du fest, wie viele Vertragsmonate du betrachten möchtest, und berücksichtigst auch die Kosten der anfänglichen Übernahme.

Nehmen wir für die Betreuung CHF 4’000 Deckungsbeitrag in den ersten zwölf Vertragsmonaten an. Nach der Kundengewinnung bleiben CHF 1’000 für die übrigen Betriebskosten und Gewinn. Dieser Jahresbeitrag ist am Ende des sechsmonatigen Akquiseversuchs noch nicht vollständig verdient oder bezahlt. Prüfe deshalb auch, wann die Ausgaben und Kundenzahlungen anfallen. Unbelegte Vertragsverlängerungen gehören nicht in die Rechnung.

Was darf ein IT-Lead höchstens kosten?

Liegt dir ein Leadpreis vor, drehst du die Rechnung um. Du legst fest, wie viel ein neuer Kunde höchstens kosten darf, ziehst Grundgebühren und deine eigene Arbeit ab und verteilst den Rest auf die Leads:

Höchstpreis pro Lead = (Abschlüsse × Obergrenze je Kunde − Abo oder Grundgebühr − eigene Arbeit) ÷ Anzahl Leads

Die Obergrenze leitest du aus dem Deckungsbeitrag ab. Setzt du sie bei den angenommenen CHF 4’000 im ersten Vertragsjahr auf CHF 2’000, bleibt die Hälfte für übrige Kosten und Gewinn. Angenommen, du prüfst eine Anfrageplattform mit Jahresabo zu CHF 350 und kaufst zum Start zehn Leads, wie Gryps es neuen Anbietern empfiehlt. Für Auswahl der Plattform und Einrichtung des Profils rechnen wir wie oben mit fünf Stunden. Pro Lead kommen 30 Minuten Erstbearbeitung und durchschnittlich 45 Minuten für Gespräch und Offerte dazu, also CHF 125 bei CHF 100 pro Stunde. Abo und eigene Arbeit ergeben zusammen CHF 2’100:

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Abschlüsse aus 10 LeadsBudget bei CHF 2’000 je KundeNach Abo und eigener ArbeitHöchstpreis pro Lead
1CHF 2’000minus CHF 100keiner: Abo und Arbeit übersteigen die Obergrenze bereits
2CHF 4’000CHF 1’900CHF 190
3CHF 6’000CHF 3’900CHF 390

Gryps nennt gemäss den Rückmeldungen seiner Anbieter eine Abschlussquote von 15 bis 30 Prozent; bei zehn Leads wären das eineinhalb bis drei Aufträge. Das ist eine Angabe der Plattform, nicht deine Quote. Frag vor dem Abo nach dem Leadpreis in deiner Kategorie und vergleiche ihn mit der Zeile, die du für realistisch hältst. Offerierst du gegen zwei andere Anbieter, brauchst du womöglich mehr Zeit pro Offerte; setze dann deine eigenen Stunden ein. Liegt der Leadpreis über deinem Höchstpreis, rechnet sich der Kauf nur mit einer besseren Abschlussquote oder einem Kunden, der dir mehr einbringt.

So rechnest du den Weg über Website und SEO

Für Website und SEO brauchst du zunächst einen benannten Arbeitsumfang: Welche Seiten werden überarbeitet oder neu erstellt, welche Suchfragen untersucht und welche technischen Änderungen umgesetzt? Rechne deine Zeit für die Anbieterauswahl, Leistungsangaben, Rückfragen und die fachliche Prüfung der Entwürfe dazu. Schreibst und baust du selbst, ersetzt deine Arbeit einen Teil der externen Rechnung; sie entfällt nicht aus dem Vergleich.

Wir bleiben bei denselben ersten sechs Monaten. Die folgenden Zahlen sind ebenfalls frei gewählte Annahmen:

  • CHF 4’200 für den Seitenaufbau und CHF 1’800 für die anschliessenden vereinbarten SEO-Arbeiten, zusammen CHF 6’000;
  • 12 interne Stunden für Anbieterauswahl, Leistungsangaben, Abstimmung und Prüfung der Entwürfe zu CHF 100, also CHF 1’200;
  • CHF 600 anteilige zusätzliche Betriebskosten;
  • 24 Vertriebsstunden zu CHF 100, also CHF 2’400;
  • drei abgeschlossene Neukunden, die nach Veröffentlichung über passende organische Suchanfragen auf diese Seiten gekommen sind und bis zum Ende des Zeitraums beauftragt haben.

Das ergibt CHF 10’200 Aufwand und CHF 3’400 pro Kunde. In diesem Beispiel kostet die Kundengewinnung über das Lead-Paket im ersten Halbjahr weniger: CHF 3’000 statt CHF 3’400. Bei demselben angenommenen Deckungsbeitrag von CHF 4’000 bleiben beim Website-Weg CHF 600 für übrige Betriebskosten und Gewinn. Ob dieser Beitrag für deinen Betrieb ausreicht, musst du anhand deiner tatsächlichen Kosten beurteilen. Im zweiten Halbjahr verschiebt sich das Verhältnis, weil der Seitenaufbau nicht erneut anfällt.

Du kannst die Rechnung auch von der Obergrenze aus lesen. Willst du weiterhin höchstens CHF 2’000 für einen neuen Kunden aufwenden, müssten aus den CHF 6’000 beim Lead-Kauf mindestens drei Kunden entstehen, aus den CHF 10’200 für Website und SEO mindestens sechs. Das gilt bei gleichbleibendem Gesamtaufwand. Brauchst du für zusätzliche Abschlüsse weitere Gespräche oder Seiten, steigen die Kosten mit.

Für deine eigene Rechnung brauchst du deshalb neben dem Preis auch die vereinbarte Arbeit und deine Mitwirkung. Fragen zum Vergleich verschiedener SEO-Offerten findest du im Beitrag zu SEO-Kosten.

Achte bei der Auswertung auf die Herkunft: Empfiehlt dich ein Kunde und der neue Interessent fragt anschliessend über die Website an, ist das kein ausschliesslich durch SEO gewonnener Kontakt. Der Eingang im Formular allein belegt die Quelle nicht.

Was der nächste Kunde im zweiten Halbjahr kostet

Die Sechsmonatsrechnung zeigt, was der Start bis zum Auswertungstermin gekostet hat. Für die Entscheidung, ob du weitermachst, brauchst du eine zweite Rechnung: Was kosten die Monate 7 bis 12 auf jedem Weg?

Beim Lead-Kauf entfällt die Anbieterauswahl, ein neues Paket dagegen nicht. Beim Website-Weg bleiben die CHF 4’200 für den Seitenaufbau Teil der gesamten Investition, fallen bei unverändert nutzbaren Seiten aber nicht nochmals an. Die folgenden Zahlen sind wieder frei gewählt, mit demselben Stundenansatz von CHF 100:

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PositionLead-KaufWebsite und SEO
Einkauf oder externe ArbeitNeues Paket, 20 × CHF 150: CHF 3’000Vereinbarte laufende SEO-Arbeiten: CHF 1’800
Eigene VorbereitungPaket abstimmen, 1 Stunde: CHF 100Angaben liefern und Entwürfe prüfen, 4 Stunden: CHF 400
Betriebskostenkeine angenommenanteilig CHF 600
Bearbeitung, Gespräche und Offerten20 × 30 Minuten plus 15 Stunden: CHF 2’50024 Stunden wie im ersten Halbjahr: CHF 2’400
Aufwand Monate 7 bis 12CHF 5’600CHF 5’200
Je Kunde bei 1 AbschlussCHF 5’600CHF 5’200
Je Kunde bei 2 AbschlüssenCHF 2’800CHF 2’600
Je Kunde bei 3 Abschlüssenrund CHF 1’870rund CHF 1’730

In dieser Betrachtung ist der Website-Weg etwas günstiger, obwohl er im ersten Halbjahr mehr gekostet hat. Offen bleibt auf beiden Wegen, wie viele Kunden entstehen. Beim Lead-Kauf fallen die CHF 5’600 auch ohne Abschluss an, weil du die 20 Kontakte in jedem Fall bearbeitest. Über die Seiten können weiterhin Anfragen eingehen, doch ihre Zahl lässt sich nicht aus dem ersten Halbjahr hochrechnen. Kommt keine Anfrage, hast du CHF 2’800 für laufende Arbeit, Mitwirkung und Betrieb ausgegeben, ohne einen Kunden zu gewinnen.

Über zwölf Monate kostet im Beispiel der Lead-Kauf CHF 11’600, der Weg über Website und SEO CHF 15’400. Halte deshalb beide Rechnungen nebeneinander: den gesamten Aufwand mit den bisher gewonnenen Kunden und den zusätzlichen Aufwand der nächsten Entscheidung.

Wann welche Variante als erster Test passt

Ein Lead-Paket prüfen: Du möchtest mit Unternehmen sprechen, die gerade einen IT-Anbieter suchen. Du hast Zeit für diese Gespräche, und der Lead-Anbieter kann dir zeigen, wie er den Bedarf prüft. Kaufe zunächst eine überschaubare Menge. Kläre vorher, welche unpassenden Kontakte du reklamieren kannst und ob du danach weitere Pakete abnehmen musst. Ein Rabatt hilft wenig, wenn du an einen ungeeigneten Anbieter gebunden bleibst.

Wenn du noch diesen Monat Aufträge benötigst, plane neue SEO-Seiten nicht als sichere Überbrückung ein. Google erklärt im SEO-Startleitfaden, dass manche Änderungen erst nach mehreren Monaten wirksam werden und nicht jede Änderung spürbare Auswirkungen auf die Suchergebnisse hat. Auch ein gelieferter Lead ist noch kein Auftrag: Kläre, ob der Interessent tatsächlich jetzt entscheiden möchte.

Die eigene Website ausbauen: Du möchtest Anfragen für eine bestimmte Leistung gewinnen, etwa laufende Microsoft-365-Betreuung. Prüfe, ob Unternehmen danach suchen und welche Antworten deine Seite bisher gibt. Steht dort nur «ganzheitliche IT-Lösungen», bleibt zum Beispiel offen: Übernimmst du den Support für Mitarbeitende? Kann der bisherige Anbieter weiterhin die Server betreuen? Solche Fragen gehören auf die Seite, auf der du diese Betreuung anbietest.

Wenn du diese Seite selbst ausarbeiten möchtest, findest du in der Anleitung MSP-Marketing: Managed Services auf der Website erklären eine vollständige Beispielseite und eine Vorlage für dein Betreuungsangebot.

Beides verbinden: Ein Interessent aus einem Lead-Paket kann deine Website vor dem Gespräch besuchen. Verlinke in deiner Antwort auf die passende Leistungsseite. Erfasse den Ursprung weiter als Lead-Anbieter, damit du denselben Kunden nicht beiden Massnahmen vollständig zuschreibst.

Vorerst keines von beiden erhöhen: Wenn passende Anfragen tagelang liegen bleiben oder Offerten ohne vereinbarten nächsten Termin versanden, bearbeite zuerst diesen Engpass. Mehr Eingang allein löst ihn nicht. Dafür findest du einen Ablauf im Beitrag Neukundengewinnung für Dienstleister.

Einen begrenzten Test auswerten

Lege vor dem Start fest, für welche IT-Leistung du Kunden gewinnen möchtest, welche Anfragen dazu passen und wie viel Geld und Arbeitszeit du einsetzen kannst. Vereinbare einen ersten Auswertungstermin. Falsche Telefonnummern erkennst du schon bei der Kontaktaufnahme. Ob ein Unternehmen seine Betreuung zu dir verlagert, steht womöglich erst Monate später fest.

Eine Zeile pro Kontakt genügt: Eingangsdatum, Quelle, bestätigter Bedarf, Bearbeitungszeit, nächster Termin und Ergebnis. Notiere bekannte Absagegründe. Offene Offerten zählst du noch nicht als gewonnene Kunden. Wenn später ein Abschluss hinzukommt, ergänze auch die bis dahin angefallene Arbeit.

Liefert der Anbieter Kontakte, die eure Vereinbarung nicht erfüllen, reklamiere sie innerhalb der vereinbarten Frist. Sie kann kurz sein, bei Gryps sind es 15 Tage ab Erhalt des Leads. Bearbeite neue Leads deshalb sofort nach Eingang und notiere, wann und mit welchem Ergebnis du die Person erreicht hast; damit belegst du eine Reklamation. Passen die Anfragen, führen aber zu keinem Auftrag, lies die Absagen und besprochenen Offerten: Fehlt eine Leistung? Ist der Wechsel vertagt? Oder blieb nach dem Gespräch unklar, wie es weitergeht? Davon hängt ab, was du ändern solltest.

Den Website-Aufwand für deinen Vergleich klären

Für den Vergleich mit einem konkreten Lead-Angebot brauchst du auch für die Website einen abgegrenzten Auftrag mit festem Preis. Eine vorhandene Betreuungsseite zu überarbeiten erfordert andere Arbeit als ein neuer Auftritt mit mehreren Leistungsseiten. Ebenso verändert sich deine Mitwirkung, je nachdem, ob Leistungsbeschreibungen und Referenzen, die du zeigen darfst, bereits vorliegen.

Setzt du meine Festpreise ins Beispiel ein, ändert sich die Website-Zeile des ersten Halbjahrs. Bleibt deine bestehende Website, ersetzt SEO-Start für CHF 1’900 die angenommenen CHF 4’200 für den Seitenaufbau; der Festpreis gilt für die Seiten zu bis zu drei Leistungen. Der Aufwand sinkt damit von CHF 10’200 auf CHF 7’900. Das sind bei drei Abschlüssen rund CHF 2’630 je Kunde, bei zwei Abschlüssen CHF 3’950. Brauchst du einen neuen Auftritt, kostet die Auftragswebsite mit Recherche und allen Texten CHF 2’900; im Beispiel ergibt das CHF 8’900 für das erste Halbjahr. Alle übrigen Beträge und die Zahl der Abschlüsse bleiben die Annahmen des Beispiels. Mehrwertsteuer kommt auf meine Preise keine dazu. Laufende SEO-Arbeit danach ist freiwillig. Die SEO-Betreuung kostet CHF 1’500 pro Monat, ohne Mindestlaufzeit; dafür entstehen jeden Monat 5 neue Inhalte, also Leistungsseiten oder Artikel zu Fragen, die deine Kunden tatsächlich stellen, und bestehende Seiten werden überarbeitet. Setzt du sie für die Monate 7 bis 12 ein, stehen in der Zeile für die laufende SEO-Arbeit CHF 9’000 statt der angenommenen CHF 1’800. Bei sonst gleichen Annahmen steigt der Aufwand dieses Halbjahrs damit von CHF 5’200 auf CHF 12’400; ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viele zusätzliche Kunden über die neuen Inhalte entstehen. Was die Betreuung sonst enthält, steht auf der Preisseite.

Für SEO-Start recherchiere ich, wonach Unternehmen bei deiner IT-Leistung suchen, schreibe die Seiten und baue sie in deine Website ein. Du lieferst die Leistungsangaben und prüfst die fachlichen Aussagen; welche Aufgaben bei einem vorhandenen Website-Betreuer bleiben, halten wir vor dem Auftrag fest. Eine Anfrage über deine Seite wird nicht an weitere Anbieter weiterverkauft, und die Person kommt über die Seite, auf der du deine Leistung erklärst. Wie ich eine Leistung so erkläre, dass ein Interessent ihren Umfang vor der Anfrage beurteilen kann, zeigt das Websiteprojekt Sterchi Bedachungen. Es stammt aus dem Dachdeckerhandwerk; Rankings oder IT-Aufträge leite ich daraus nicht ab. Welche Seiten und Suchfragen für IT-Anbieter infrage kommen, beschreibe ich unter SEO für IT-Dienstleister.

Schick mir deine Website und nenne die IT-Leistung, für die du Leads kaufen oder Anfragen über deine Website gewinnen möchtest. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welches Paket passt. Vor SEO-Start prüfe ich System und Zugänge; die Offerte nennt danach die Seiten, den Festpreis und deine Mitwirkung. Den ersten Entwurf erhältst du innert 10 Arbeitstagen nach dem Vorgespräch und dem Eingang deiner Angaben; die zweite Hälfte des Festpreises zahlst du erst nach deiner Abnahme. Geht dein Vorhaben über die Pakete hinaus, erhältst du eine Offerte mit Festpreis. So vergleichst du beide Wege mit festen Beträgen, bevor du bestellst.

Häufige Fragen

Was bedeuten MQL und SQL in einem Lead-Angebot?

Ein Marketing Qualified Lead (MQL) hat Interesse an einem Thema gezeigt, etwa mit dem Download eines Whitepapers. Ein Sales Qualified Lead (SQL) hat nach Angabe des Anbieters Bedarf, Budget und Entscheidungsbefugnis bestätigt. Frag nach, woran der Anbieter diese Einstufung festmacht, und rechne beim MQL die Zeit ein, bis daraus ein Gespräch über deine IT-Leistung wird.

Sind exklusive Leads automatisch besser?

Nein. Exklusivität beschreibt zunächst die Weitergabe. Ein exklusiver, veralteter Kontakt ohne Bedarf kann weniger nützlich sein als eine aktuelle Projektanfrage, die mehrere Anbieter erhalten. Prüfe Alter, Bedarf und Reklamationsregeln gemeinsam.

Kann ich ohne Lead-Kauf IT-Kunden gewinnen?

Ja, beispielsweise über Empfehlungen, Partner und Suchanfragen auf deiner eigenen Website. Welcher Weg genügend passende Anfragen bringt, musst du für deine Leistungen prüfen. Der Artikel zur B2B-Leadgenerierung zeigt einen Weg von der Kundenfrage zur Anfrage.

Kostenloses Erstgespräch

Lead-Angebot oder eigene Leistungsseite?

Schick mir das Lead-Angebot, das du prüfst, und deine Website. Im Erstgespräch setzen wir beide Wege mit festen Beträgen in deine Rechnung ein, und du siehst, ab wie vielen Abschlüssen sich welcher Weg rechnet.