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SEO-Kosten Schweiz 2026: Preise und Leistungen

SEO-Kosten Schweiz 2026: veröffentlichte Preisbeispiele für Analyse, Umsetzung und Betreuung – mit Umfang, Quellen und Vergleichsgrenzen.

Simon Haenel veröffentlicht aktualisiert

Drei Ebenen der SEO-Arbeit zeigen Standortanalyse, Inhaltsarbeit, Kalender und Messgrafik auf einem Arbeitstisch

Viele SEO-Angebote nennen keinen festen Preis, weil Analyse, Umsetzung, Seitenzahl und laufende Arbeit unterschiedlich zusammengesetzt sind. Eine einzige «marktübliche» Spanne würde diese Unterschiede verdecken. Dieser Beitrag zeigt deshalb veröffentlichte Preisbeispiele mit ihrem jeweiligen Umfang, benennt die Grenzen der Daten und ordnet danach die Punkte ein, die eine Offerte beantworten sollte.

Veröffentlichte Beispiele statt einer Marktspanne

Stand der Abfrage ist der 18. Juli 2026. Die Beispiele sind weder um Mehrwertsteuer noch um Website-Grösse, Sprache, Umsetzung oder laufende Leistungen bereinigt und bilden keine repräsentative Marktstichprobe.

Öffentlich genannte Preise mit unterschiedlichem Umfang

Analyse und Audit

Gryps-Szenario
Keywordanalyse und Handlungsempfehlung für einen bestehenden deutschsprachigen Onlineshop mit sechs Produkten
CHF 1’100–1’500
Frenz-Audit
Basis-Audit beziehungsweise Komplett-Audit mit Bericht und Besprechung
CHF 1’750 / 3’450
Digital Leverage
Audit für eine Website mit bis zu 500 Seiten und einer Sprachversion
ab CHF 4’000

Laufende Arbeit

Gryps-Szenario
laufende Optimierung nach der Analyse des beschriebenen Onlineshops
CHF 500–800/Mt.
Simon Haenel
optional vereinbarte Betreuung nach den vier im Website- und SEO-Angebot enthaltenen Monaten, je nach Umfang
ab CHF 490/Mt.

Nicht direkt vergleichbar: Die Beispiele unterscheiden sich bei Website-Grösse, Analysebreite und enthaltener Umsetzung.

Gryps schreibt, verschiedene Schweizer SEO-Agenturen anhand zweier Beispiele befragt zu haben, nennt aber weder Stichprobengrösse noch Erhebungszeitpunkt. Die CHF 1’100 bis 1’500 und die anschliessenden CHF 500 bis 800 pro Monat gelten deshalb nur als Richtwerte für das beschriebene Onlineshop-Szenario. Frenz und Digital Leverage sind einzelne veröffentlichte Anbieterpreise, keine Marktstatistik. Erst ein gleicher Leistungsumfang macht Offerten vergleichbar.

Wovon der Preis abhängt

Vier zentrale Faktoren beeinflussen den Aufwand – und damit den Preis:

  1. Ihr Markt: Ein Malergeschäft, das in seiner Region sichtbar werden will, braucht anderes als ein Online-Shop im nationalen Preiskampf. Wie viel Aufwand lokale Sichtbarkeit verlangt, hängt davon ab, wie viele Betriebe im Einzugsgebiet um dieselben Suchen konkurrieren und wie gut deren Einträge und Websites aufgestellt sind.
  2. Ihre Ausgangslage: Eine gepflegte Website kann mit gezielten Korrekturen auskommen; bei einer veralteten Seite muss geprüft werden, was sich noch sinnvoll weiterverwenden lässt. Ein verwaister Google-Eintrag braucht andere Arbeit als ein aktueller Eintrag mit echten Bewertungen.
  3. Der Umfang: Gehören Texte dazu? Der Google-Eintrag? Bewertungsmanagement? Monatliche Inhalte? Je mehr Bausteine, desto höher der Aufwand.
  4. Wer arbeitet: Bei einer Agentur können mehrere Fachpersonen beteiligt sein, bei einem Einzelanbieter liegt mehr Arbeit bei einer Person. Fragen Sie, wer Analyse, Texte, Umsetzung und Rückfragen übernimmt – und welche Leistungen im Preis enthalten sind.

Wann laufende Betreuung sinnvoll ist

Eine monatliche Betreuung passt zu Aufgaben, die tatsächlich wiederkehren: Angaben und Öffnungszeiten prüfen, neue Bewertungen beantworten, Inhalte aktualisieren und die Entwicklung auswerten. Ein einmaliges Projekt kann dagegen genügen, wenn vor allem ein technisches oder inhaltliches Fundament fehlt und der Betrieb die anschliessende Pflege selbst übernimmt. Wie sich die einzelnen Massnahmen einordnen lassen, habe ich im Beitrag Google-Ranking verbessern beschrieben.

Prüfen Sie bei einem laufenden Vertrag – Agenturen nennen ihn «Retainer», gemeint ist ein monatlicher Wartungs- und Betreuungsvertrag –, welche wiederkehrenden Arbeiten vereinbart sind und wie die Wirkung ausgewertet wird. Ein Bericht sollte Massnahmen, Sichtbarkeit, Anrufe und Anfragen getrennt zeigen. Ob daraus Offerten und Aufträge wurden, kann nur mit Ihrer Rückmeldung beurteilt werden; eine einzelne Anfrage lässt sich nicht immer eindeutig einer Massnahme zuordnen. Woran Sie einen geschönten Bericht erkennen, steht auf der Seite zum monatlichen SEO-Bericht. Laufzeit und Kündigungsfrist gehören zusätzlich als Vertragsbedingungen in die Offerte.

Was eine Offerte ausweisen sollte

Verlangen Sie von jedem Angebot eine klare Antwort auf diese Punkte – vor der Unterschrift:

  • Konkrete Massnahmen statt Buzzwords: «Wir optimieren Ihre Rankings» ist keine Leistung. «Eigene Seite pro Leistung, Überarbeitung der Seitentitel, Pflege des Google-Eintrags, zwei Beiträge pro Monat» ist eine.
  • Google-Eintrag passend zum Ziel: Wenn lokale Kundschaft gesucht wird, sollte die Offerte erklären, ob und wie der Google-Eintrag geprüft oder gepflegt wird. Bei einem rein technischen Website-Auftrag kann dieser Baustein separat vereinbart sein.
  • Texte inklusive oder separat? Recherche, Schreiben und Korrekturen können einen wesentlichen Teil des Aufwands ausmachen. Klären Sie, ob sie im Preis stecken – sonst kommt die Rechnung später.
  • Zugänge unter Ihrer Kontrolle: Website, Google-Eintrag und Search Console sollten auf Ihren Betrieb eingerichtet sein. Klären Sie, wie Berechtigungen und Daten bei einem Anbieterwechsel übergeben werden.
  • Berichte in Klartext: Vereinbaren Sie, welche Massnahmen, Sichtbarkeitswerte und Anfragen ausgewiesen werden und welche Rückmeldung der Betrieb zu Offerten und Aufträgen liefert.

Die Warnsignale: wo Sie genauer nachfragen sollten

  • Platz-1-Garantien: Eine organische Platzierung liegt nicht vollständig in der Kontrolle eines Anbieters und ist deshalb keine belastbare Leistungszusage.
  • Lange Laufzeiten ohne klaren Gegenwert: Eine Bindung über 12 oder 24 Monate ist nicht automatisch schlecht. Problematisch wird sie, wenn Leistungen, Zwischenziele, Kündigungsfolgen und die Übergabe von Daten und Zugängen unklar bleiben.
  • «500 Backlinks für 99 Franken»: Gekaufte Linkpakete können gegen Googles Spamrichtlinien verstossen und die Sichtbarkeit gefährden.
  • Druck und Angst: Wer Ihnen erzählt, ohne sofortigen Abschluss sei Ihr Betrieb «bald unsichtbar», verkauft mit Angst statt mit Substanz.
  • Unerbetene Verkaufsanrufe im Namen von «Google»: Google kann Betriebe zur Bestätigung von Angaben oder im Zusammenhang mit eigenen Konten kontaktieren. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn jemand am Telefon eine bessere Platzierung garantiert, sofort Geld verlangt oder Zugänge einfordert. Beenden Sie das Gespräch und prüfen Sie den Kontakt über einen offiziellen Google-Kanal.

Meine Preise zur Einordnung

Mein Angebot steht auf der Preisseite: Website, Texte, SEO-Fundament, Google-Eintrag und vier Monate Betreuung kosten zusammen CHF 2’990 einmalig. Die Bestandteile ordnet der Beitrag Was kostet eine Website in der Schweiz? ein. Anschliessend entscheiden Sie, ob und in welchem Umfang eine weitere Betreuung vereinbart wird. Sie beginnt je nach Umfang ab CHF 490 pro Monat. Bei einer passenden bestehenden Website kann die SEO-Betreuung nach einer Bestandsaufnahme auch direkt ab CHF 490 pro Monat beginnen. Bei einer festen Laufzeit von zwölf Monaten gibt es 10 Prozent Rabatt auf den vereinbarten monatlichen Betreuungspreis. Die schriftliche Offerte legt den konkreten Umfang und die Vertragsbedingungen fest.

Lohnt sich das? So berechnen Sie die Gewinnschwelle

Ob sich SEO rechnet, hängt vom Deckungsbeitrag eines typischen Auftrags, Ihrer Abschlussquote und der freien Kapazität ab. Teilen Sie die jährlichen Gesamtkosten durch den Deckungsbeitrag pro zusätzlichem Auftrag: Das ergibt die Zahl der Aufträge, die für die Gewinnschwelle nötig wäre. Ob diese Aufträge tatsächlich zusätzlich entstanden sind, lässt sich nur annähern. Dafür sollten Bericht und betriebliche Rückmeldung Sichtbarkeit, Anfrage, Offerte und Auftrag getrennt erfassen.

Häufige Fragen

Was kostet SEO einmalig, wenn ich keine monatliche Betreuung will?

Die Beispiele oben zeigen verschiedene Antworten: Gryps nennt für die Keywordanalyse mit Handlungsempfehlung im beschriebenen Onlineshop-Szenario CHF 1’100 bis 1’500; Frenz weist für zwei Audit-Umfänge CHF 1’750 und CHF 3’450 aus. Das sind Analysen, nicht automatisch Umsetzungen. Bei mir ist das SEO-Fundament Teil des einmaligen Angebots für CHF 2’990, das auch Website, Texte, Google-Eintrag und vier Monate Betreuung umfasst.

Lohnt sich SEO für einen kleinen Betrieb überhaupt?

Für kleine, lokal tätige Betriebe kann SEO sinnvoll sein, wenn in ihrem Einzugsgebiet nach den angebotenen Leistungen gesucht wird und der Deckungsbeitrag möglicher Aufträge die nötige Investition trägt. Bei sehr kleinem Einzugsgebiet, geringer Marge oder voller Auslastung kann ein gepflegter Google-Eintrag vorerst ausreichen.

Warum sind die Preisunterschiede so gross?

Weil Analyse, technische Korrekturen, Texte, Google-Eintrag, Zahl der Seiten und laufende Auswertung unter demselben Begriff angeboten werden. Vergleichen Sie deshalb Preis, konkret zugesagte Massnahmen, Eigenleistungen, Laufzeit und Kündigungsfolgen zusammen.

Kann ich SEO selber machen und mir das Geld sparen?

Die Grundlagen ja: Google-Eintrag pflegen, Bewertungen sammeln, verständlich über Ihre Leistungen schreiben. Entscheidend ist, ob im Betrieb dauerhaft Zeit und Verantwortung dafür festgelegt sind. Wenn Sie es selbst versuchen wollen, beginnen Sie mit den Checks im Beitrag Google-Ranking verbessern.

Der nächste Schritt

Vergleichen Sie zwei oder drei Angebote anhand derselben Fragen: Welche Massnahmen sind enthalten, wer liefert die Texte, wem gehören die Zugänge, wie werden Ergebnisse ausgewertet und was geschieht beim Ausstieg? Wenn Sie diese Punkte auf Ihre Ausgangslage übertragen möchten, können wir im Erstgespräch gemeinsam prüfen, ob das Angebot zu Ihrem Betrieb passt und welcher Umfang einer weiteren Betreuung sinnvoll wäre.

Lieber eine Antwort für Ihren konkreten Betrieb?

Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir Google-Eintrag, Website und sichtbare Mitbewerber. Sie erhalten eine Einordnung der erkennbaren Lücken und offenen Fragen.