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Was kostet SEO in der Schweiz? Ehrliche Zahlen
Wer wissen will, was eine Suchmaschinenoptimierung kostet, macht eine seltsame Erfahrung: Die Branche, die von Sichtbarkeit lebt, versteckt ihre Preise. «Individuell», «auf Anfrage», «kommt drauf an» – und am Telefon wird es dann doch ein Verkaufsgespräch. Dieser Beitrag beantwortet die Frage stattdessen mit Zahlen: welche Preisspannen in der Schweiz marktüblich sind, wovon der Preis wirklich abhängt, was im Preis enthalten sein muss – und bei welchen Angeboten Sie besser auflegen. Am Ende nenne ich auch meine eigenen Preise, denn Preistransparenz sollte man nicht nur fordern.
Die kurze Antwort: marktübliche Spannen in der Schweiz
SEO wird in drei Formen verkauft, und jede hat ihre eigene Preislogik:
Einmalig
- Analyse
Bestandesaufnahme und Massnahmenliste, noch ohne Umsetzung - CHF 500–3’000
- Projekt
Optimierung als Fundament, abhängig von der Website-Grösse - CHF 1’500–10’000
Monatlich
- Kleiner, lokaler Betrieb
- CHF 400–1’500/Mt.
- Umkämpfter Markt oder grössere Website
- CHF 2’000–5’000+/Mt.
Nach Aufwand: Schweizer Stundensätze liegen meist bei CHF 120–200.
Wichtig zur Einordnung: Billiger ist nicht automatisch schlauer, und teurer nicht automatisch besser. Entscheidend ist, was für das Geld tatsächlich getan wird – und genau da unterscheiden sich die Angebote dramatisch.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Vier Faktoren bestimmen den ehrlichen Aufwand – und damit den Preis:
- Ihr Markt: Ein Malergeschäft, das in seiner Region sichtbar werden will, braucht anderes als ein Online-Shop im nationalen Preiskampf. Lokale Sichtbarkeit ist meist mit kleinerem Budget erreichbar, weil die Konkurrenz die Grundlagen vernachlässigt.
- Ihre Ausgangslage: Eine gepflegte Website braucht Feinschliff, eine veraltete einen Neuaufbau. Ein verwaister Google-Eintrag kostet Aufholarbeit, ein gut bewerteter nur Pflege.
- Der Umfang: Gehören Texte dazu? Der Google-Eintrag? Bewertungsmanagement? Monatliche Inhalte? Je mehr Bausteine, desto höher der ehrliche Aufwand.
- Wer arbeitet: Bei Agenturen zahlen Sie Team, Büro und Projektleitung mit; bei Einzelanbietern die Person, die tatsächlich arbeitet. Beides kann passen – aber Sie sollten wissen, wofür Ihr Geld verwendet wird.
Warum SEO monatlich verkauft wird – und wann das seriös ist
Der Monats-Retainer hat einen schlechten Ruf, weil er oft missbraucht wird: Bezahlung läuft, aber niemand weiss, wofür. Dabei ist die monatliche Form in der Sache richtig – Google verändert sich laufend, die Konkurrenz arbeitet weiter, Bewertungen und Inhalte brauchen Pflege. Sichtbarkeit ist keine Anschaffung, sondern ein Zustand, den man hält. Wie sich die einzelnen Massnahmen auf die Platzierung auswirken, habe ich im Beitrag Google-Ranking verbessern beschrieben.
Seriös wird der Retainer durch zwei Dinge: monatliche Kündbarkeit – wer gute Arbeit leistet, braucht keine Vertragsfessel – und einen Bericht, der Klartext spricht: was getan wurde, was es gebracht hat, was als Nächstes ansteht. In Anrufen und Anfragen, nicht in Fachkennzahlen. Wie so etwas aussieht, zeigt mein Muster-Monatsbericht.
Was im Preis enthalten sein muss
Verlangen Sie von jedem Angebot eine klare Antwort auf diese Punkte – vor der Unterschrift:
- Konkrete Massnahmen statt Buzzwords: «Wir optimieren Ihre Rankings» ist keine Leistung. «Eigene Seite pro Leistung, Überarbeitung der Seitentitel, Pflege des Google-Eintrags, zwei Beiträge pro Monat» ist eine.
- Der Google-Eintrag gehört dazu: Bei lokalen Betrieben entsteht fast die Hälfte der Wirkung auf Google Maps – ein SEO-Angebot ohne Google-Eintrag ist bei lokaler Kundschaft unvollständig.
- Texte inklusive oder separat? Inhalte sind der grösste Einzelaufwand. Klären Sie, ob sie im Preis stecken – sonst kommt die Rechnung später.
- Zugänge gehören Ihnen: Website, Google-Eintrag, Search Console – alles muss auf Ihren Betrieb laufen. Wer die Zugänge behält, hält Sie fest.
- Berichte in Klartext, monatlich, ohne dass Sie nachfragen müssen.
Die Warnsignale: wann Sie auflegen sollten
- Platz-1-Garantien: Niemand kann Google-Platzierungen garantieren. Wer es verspricht, beginnt die Zusammenarbeit mit einer Unwahrheit.
- Knebelverträge über 12 oder 24 Monate: Lange Laufzeiten schützen den Anbieter vor den Folgen schwacher Arbeit – nicht Sie.
- «500 Backlinks für 99 Franken»: Gekaufte Linkpakete verstossen gegen Googles Richtlinien und können Ihre Sichtbarkeit dauerhaft beschädigen.
- Druck und Angst: Wer Ihnen erzählt, ohne sofortigen Abschluss sei Ihr Betrieb «bald unsichtbar», verkauft mit Angst statt mit Substanz.
- Anrufe von «Google»: Google ruft keine Betriebe an. Wer sich am Telefon so ausgibt, ist ein unseriöser Wiederverkäufer – auflegen.
Meine Preise – öffentlich, weil das fair ist
Ich halte es für unfair, Preise erst im Verkaufsgespräch zu nennen – Sie kalkulieren Ihre Offerten schliesslich auch transparent. Deshalb stehen meine Preise öffentlich auf der Preisseite: Das einmalige Fundament «Lokal sichtbar» – Google-Eintrag, Search Console, Mini-Analyse – kostet ab CHF 1’490. Eine neue Website mit SEO-Fundament ab CHF 3’500; die ehrliche Einordnung dazu liefert der Beitrag Was kostet eine Website in der Schweiz? Die laufende Betreuung gibt es in drei Stufen ab CHF 500 pro Monat – monatlich kündbar, mit Monatsbericht, und bei einer Kündigung wechseln Website, Domain und alle Zugänge vollständig in Ihren Besitz.
Lohnt sich das? Die Rechnung, die zählt
Ob SEO «teuer» ist, entscheidet nicht der Preis, sondern der Gegenwert. Die Rechnung geht über den Deckungsbeitrag: Was bleibt Ihrem Betrieb von einem typischen Auftrag? Bei einer Badsanierung sind das schnell einige tausend Franken, bei einem Mandat oder einer neuen Stammpatientin über die Jahre ebenso. Bringt die Sichtbarkeit auch nur zwei, drei solcher Aufträge pro Jahr zusätzlich, hat sich die Betreuung bezahlt gemacht – alles darüber ist Gewinn. Genau deshalb gehört zu seriöser Arbeit ein Bericht, der diese Rechnung überhaupt möglich macht.
Häufige Fragen
Was kostet SEO einmalig, wenn ich keine monatliche Betreuung will?
Ein solides einmaliges Fundament – Google-Eintrag einrichten, technische Basis, wichtigste Seiten optimieren – liegt in der Schweiz meist zwischen CHF 1’500 und CHF 5’000. Rechnen Sie ehrlich damit, dass die Wirkung ohne Pflege mit der Zeit nachlässt: Die Konkurrenz arbeitet weiter, und Google bevorzugt aktive Betriebe.
Lohnt sich SEO für einen kleinen Betrieb überhaupt?
Gerade für kleine, lokal tätige Betriebe ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis am besten: Die lokale Konkurrenz vernachlässigt die Grundlagen, die Suchbegriffe («Leistung + Ort») sind erreichbar, und schon wenige zusätzliche Aufträge pro Jahr übersteigen die Kosten deutlich.
Warum sind die Preisunterschiede so gross?
Weil «SEO» kein geschützter Begriff ist: Vom automatisierten Bericht für CHF 99 bis zur Vollbetreuung mit monatlichen Inhalten läuft alles unter demselben Wort. Vergleichen Sie deshalb nie den Preis, sondern die konkret zugesagten Massnahmen – und ob Sie monatlich kündigen können.
Kann ich SEO selber machen und mir das Geld sparen?
Die Grundlagen ja: Google-Eintrag pflegen, Bewertungen sammeln, verständlich über Ihre Leistungen schreiben. Der Engpass ist erfahrungsgemäss nicht das Können, sondern die Zeit über Monate. Wenn Sie es selbst versuchen wollen: Die Checks im Beitrag Google-Ranking verbessern sind der richtige Start.
Der nächste Schritt
Holen Sie nie ein einzelnes Angebot ein – vergleichen Sie zwei, drei, und zwar anhand der Checkliste oben: konkrete Massnahmen, Google-Eintrag inklusive, Zugänge bei Ihnen, monatlich kündbar, Klartext-Bericht. Gerne gehört meines dazu: Im kostenlosen Erstgespräch sage ich Ihnen offen, welche Stufe für Ihren Betrieb sinnvoll ist – auch wenn die Antwort lautet, dass ein gepflegter Google-Eintrag vorerst reicht.