SEO-Reporting

Monatliches SEO-Reporting: was im Bericht stehen muss.

Ein monatlicher SEO-Bericht zeigt, was gemacht wurde, was sich verändert hat und was als Nächstes ansteht. Diese Seite nennt die Zahlen, die hineingehören, die Zahlen, die nur gut aussehen, und die Stellen, an denen ein Bericht die Aussage verwischt.

Was ein monatlicher Bericht leisten muss

Ein monatlicher SEO-Bericht ist die Abrechnung über einen Monat Arbeit an Ihrer Sichtbarkeit bei Google. Er hält drei Dinge fest: die erledigten Arbeiten, die Veränderung der Zahlen und die nächsten Schritte.

Der Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem wertlosen Bericht liegt nicht in der Menge der Daten. Er liegt in der Frage, ob Sie danach etwas entscheiden können. Ein Bericht mit dreissig Diagrammen und ohne Einordnung ist ein Datenausdruck, keine Abrechnung.

Für einen Betrieb zählt am Ende eine Frage: Kommen mehr Anfragen herein? Alle anderen Zahlen sind Zwischenstufen auf dem Weg dorthin. Ein guter Bericht zeigt beide Ebenen und wirft sie nicht zusammen.

Die vier Teile, die in jeden Bericht gehören.

Fehlt einer davon, können Sie den Monat nicht beurteilen. Prüfen Sie Ihren bestehenden Bericht an dieser Liste.

  1. Was gemacht wurde

    Die Arbeiten des Monats, einzeln aufgeführt: welche Seite neu ist, welcher Text überarbeitet wurde, welcher technische Fehler behoben ist. Diesen Teil können Sie ohne Werkzeug kontrollieren. Rufen Sie die genannte Seite auf und schauen Sie nach.

  2. Was sich verändert hat

    Die Zahlen im Vergleich zum Vormonat und zum gleichen Monat des Vorjahres. Ohne Vergleichszeitraum sagt eine Zahl nichts. 400 Klicks sind viel oder wenig, je nachdem, was vorher war.

  3. Was bei Ihnen angekommen ist

    Anrufe, Formulare, Routenanfragen. Dazu einmal pro Quartal Ihre eigene Rückmeldung: Was ist aus den Anfragen geworden? Offerte, Auftrag oder Absage? Diesen Teil kann kein Werkzeug liefern, er kommt aus Ihrem Betrieb.

  4. Was als Nächstes ansteht

    Eine kurze Liste der Arbeiten für den Folgemonat, nach Wichtigkeit sortiert. Ein Bericht ohne diese Liste ist eine Rückschau. Bezahlt wird aber die Fortsetzung.

Welche Zahlen hineingehören – und woher sie kommen

Eine Zahl gehört nur hinein, wenn ihre Quelle und ihre Bedeutung für die nächste Entscheidung feststehen.

Zahl Was sie Ihnen sagt Quelle
Impressionen Wie oft Ihre Seite in den Suchergebnissen erschienen ist Search Console
Klicks Wie oft jemand daraufhin auf Ihre Seite gegangen ist Search Console
Klickrate Wie viele Impressionen im gewählten Ausschnitt zu einem Klick führten Search Console
Position Welche durchschnittliche Position Google für den gewählten Ausschnitt ausweist Search Console
Suchanfragen Mit welchen Begriffen Sie gefunden werden Search Console
Erfasste Seiten Wie viele Ihrer Seiten Google überhaupt aufgenommen hat Search Console
Anrufe Wie oft die Anruffunktion des Profils angeklickt wurde Google-Unternehmensprofil
Routenanfragen Wie oft jemand die Adresse aufgerufen hat Google-Unternehmensprofil
Bewertungen Wie sich Anzahl und Schnitt entwickeln Google-Unternehmensprofil
Formularanfragen Wie viele Anfragen über das Formular eingegangen sind Ihre Website
Ladezeit Ob die Technik der wichtigsten Seiten im Weg steht PageSpeed Insights

Google beschreibt die Berechnung und Grenzen der Kennzahlen in der Dokumentation zum Search-Console-Leistungsbericht. Welche Profil-Interaktionen verfügbar sind, hängt laut Dokumentation zum Unternehmensprofil vom jeweiligen Profil ab.

Suchanfragen nach Ihrem Firmennamen gehören getrennt von Suchen nach Leistungen, Problemen und gegebenenfalls Orten. So zeigt der Bericht, ob die Website nur beim Namen des Betriebs oder auch ausserhalb davon gefunden wurde.

Der Indexierungsstand gehört daneben. Eine URL, die Google nicht indexiert hat, kann nicht als Suchergebnis dieser URL erscheinen. Wie Sie den gemeldeten Status prüfen, steht im Beitrag zu den Sitemap-Meldungen in der Search Console.

Zahlen, die gut aussehen und wenig aussagen.

Diese Werte können einen Bericht ergänzen. Ohne Bezugsgrösse oder konkrete Frage füllen sie Seiten, ohne eine Entscheidung zu tragen.

Sichtbarkeitsindex

Das ist eine Kennzahl des jeweiligen Werkzeuganbieters. Ohne Anbieter, Definition und betrachtete Suchbegriffe lässt sie sich nicht prüfen. Bei kleinen Websites können einzelne Seiten den Gesamtwert zudem stark verschieben.

Platz 1 für Begriffe ohne Nachfrage

Ein erster Platz belegt zunächst nur die gemessene Position. Fragen Sie nach Impressionen, Klicks und eingegangenen Anfragen. Ohne diese Grössen bleibt offen, ob der Begriff geschäftlich etwas beiträgt.

Anzahl der Suchbegriffe insgesamt

Die Summe kann wachsen, wenn weitere Wortkombinationen auf hinteren Positionen erscheinen. Deshalb müssen Positionen, Impressionen und Klicks je Suchanfrage geprüft werden.

Seitenaufrufe insgesamt

Gesamtaufrufe vermischen Quellen und Zugriffsarten. Ohne Segment für die Google-Suche lässt sich damit die Arbeit an dieser Sichtbarkeit nicht beurteilen.

Durchschnittsposition der ganzen Website

Ein Mittelwert verdichtet viele Suchanfragen und Seiten zu einer Zahl. Erst die Aufteilung nach Suchanfrage und Zielseite zeigt, welcher Teil sich verändert hat.

Woran Sie einen geschönten Bericht erkennen.

Sieben Muster, die Sie ohne Fachwissen prüfen können. Jedes davon begründet eine konkrete Nachfrage.

  1. Alle gezeigten Zahlen sind gestiegen. Fragen Sie, welche unveränderten oder gesunkenen Werte geprüft wurden und nach welcher Regel die Auswahl entstand.
  2. Kein Vergleichszeitraum. Absolute Zahlen ohne Vormonat und ohne Vorjahresmonat lassen sich nicht einordnen.
  3. Prozente ohne Grundwert. «+300 Prozent» kann von einem auf vier Klicks bedeuten. Verlangen Sie immer die absoluten Zahlen daneben.
  4. Screenshots von Platzierungen. Ohne Datum, Ort und Suchbegriff lässt sich die Messung weder wiederholen noch mit einem späteren Zeitpunkt vergleichen.
  5. Firmenname und übrige Suchen zusammengerechnet. Suchen nach dem Namen des Betriebs und Suchen nach einer Leistung haben verschiedene Ausgangslagen. Der Bericht weist sie getrennt aus.
  6. Keine Liste der erledigten Arbeiten. Ein Bericht, der nur Zahlen zeigt, belegt keine geleistete Arbeit.
  7. Jede Veränderung wird der eigenen Arbeit zugeschrieben. Saison, Nachfrage, Werbung, Empfehlungen oder ein Google-Update können denselben Zeitraum ebenfalls beeinflussen.

Was ein Bericht nicht beweisen kann

Ein Bericht zeigt, was zeitlich nacheinander passiert ist. Eine Ursache beweist er damit nicht.

Geht im März eine neue Leistungsseite online und steigen im April die Anfragen, sind mehrere Erklärungen möglich: die neue Seite, die Jahreszeit, eine Empfehlung, ein Mitbewerber, der aufgehört hat. Sauber ist der Satz: Die Seite ist seit März erfasst, die Anfragen sind seither gestiegen, wir beobachten weiter. Unsauber ist der Satz: Meine Arbeit hat Ihnen zwei Aufträge gebracht.

Auch die Zuordnung einzelner Anfragen bleibt lückenhaft. Vor einer Anfrage können Google, eine Empfehlung, Werbung und frühere Kontakte zusammengewirkt haben. Eine lückenlose Ein-Kanal-Zuordnung wäre damit mehr Gewissheit, als die verfügbaren Daten liefern.

Deshalb steht in einem guten Bericht auch, was offen ist. Eine Vermutung wird als Vermutung gekennzeichnet und mit der nächsten Prüfung verbunden.

Wie oft ein Bericht sinnvoll ist

Abstand Was geprüft wird Für wen
Laufend Störungen: Website nicht erreichbar, Seiten aus dem Index gefallen, Fehlermeldungen Technische Betreuung
Monatlich Erledigte Arbeiten, Zahlen mit Vergleich, nächste Schritte Verantwortliche im Betrieb
Quartalsweise Ihre Rückmeldung: Was wurde aus den Anfragen? Betrieb und Betreuung
Jährlich Vorjahresvergleich, Saison, Entscheid über das Budget Verantwortliche im Betrieb

Ich trenne den Rhythmus nach Aufgabe: Störungen werden laufend geprüft. Arbeit, Vergleichszahlen und nächste Schritte werden monatlich zusammengeführt. So ersetzt eine kurze Momentaufnahme keinen belastbaren Monatsvergleich.

Den Bericht selbst erstellen

Die wichtigsten Daten sind kostenlos und gehören Ihnen. Für einen brauchbaren Monatsbericht brauchen Sie kein bezahltes Werkzeug.

  • Google Search Console: Impressionen, Klicks, Klickrate, Position, Suchanfragen und Indexierungsstand. Daten direkt von Google, kostenlos.
  • Google-Unternehmensprofil: Anrufe, Routenanfragen, Aufrufe des Eintrags und Bewertungen. Steht in Ihrem Profil bereit, kostenlos.
  • Ihr Kontaktformular: Zählen Sie die eingegangenen Anfragen. Eine Strichliste genügt.

Der Leistungsbericht der Search Console lässt regulär die letzten 16 Monate auswählen. Für längere Vergleiche müssen Daten fortlaufend exportiert und abgelegt werden. Google beschreibt den Zeitraum und den Export in der Dokumentation zur Auswertung von Suchzugriffen.

Bezahlte Werkzeuge liefern zusätzlich Positionen im Zeitverlauf und Vergleiche mit Mitbewerbern. Ob sie benötigt werden, hängt von der konkreten Frage ab. Die Daten aus den eigenen Google-Oberflächen bleiben davon getrennt.

Was ein monatlicher Bericht kostet

In meinem Angebot wird der Monatsbericht nicht als einzelnes Produkt verrechnet. Er dokumentiert die Arbeit einer vereinbarten Betreuung.

Im Gesamtangebot für CHF 4'900 ist er während der vier enthaltenen Betreuungsmonate Bestandteil der Leistung. Für eine danach oder für eine passende bestehende Website vereinbarte laufende Betreuung gilt der schriftlich festgelegte Umfang; sie beginnt ab CHF 490 pro Monat. Die aktuellen Bedingungen stehen auf der Preisseite.

Prüfen Sie bei jeder Offerte, welche Arbeiten der Bericht dokumentiert und welche Auswertungen im vereinbarten Umfang enthalten sind.

So ist mein Bericht aufgebaut

Mein Monatsbericht folgt genau dem Aufbau auf dieser Seite: erledigte Arbeiten, Zahlen mit Vergleichszeitraum, eingegangene Anfragen, offene Fragen und die Arbeiten des Folgemonats. Der Umfang richtet sich nach den ausgeführten Arbeiten und den verfügbaren Daten. Wie die Arbeit dahinter abläuft, steht auf der Seite zur SEO-Optimierung.

Beispielzahlen zeige ich dazu keine. Erfundene Werte belegen nichts, und echte Kundenzahlen erscheinen nur mit schriftlichem Einverständnis. Im Erstgespräch ordnen wir stattdessen die Daten Ihres eigenen Betriebs ein, sofern Sie die betreffenden Zugänge oder Exporte bereitstellen: vorhandene Search-Console-Werte, verfügbare Profil-Interaktionen und gemeldete Indexierungsstände.

Häufige Fragen zum SEO-Reporting.

Was gehört mindestens in einen monatlichen SEO-Bericht?

Vier Teile: die erledigten Arbeiten des Monats, die Zahlen im Vergleich zum Vormonat und zum gleichen Monat des Vorjahres, die eingegangenen Anfragen und eine Liste der nächsten Schritte. Fehlt einer dieser Teile, fehlt die Grundlage für Ihre Entscheidung.

Wie oft sollte ein SEO-Bericht kommen?

Ich fasse die laufende Arbeit monatlich zusammen. Einmal pro Quartal kommt Ihre Rückmeldung dazu, was aus den Anfragen geworden ist. Technische Störungen werden laufend geprüft; sie warten nicht auf den Monatsbericht.

Welche Zahlen für den Bericht sind kostenlos verfügbar?

Der Leistungsbericht der Google Search Console enthält Klicks, Impressionen, Klickrate, durchschnittliche Position und Suchanfragen. Ein verifiziertes Google-Unternehmensprofil kann je nach Profil Interaktionen wie Klicks auf die Anruf- oder Routenfunktion zeigen. Diese Google-Oberflächen lassen sich ohne kostenpflichtiges SEO-Werkzeug nutzen. Im Leistungsbericht sind regulär 16 Monate auswählbar.

Beweist ein SEO-Bericht, dass die Arbeit die Aufträge gebracht hat?

Nein. Ein Bericht zeigt eine zeitliche Abfolge. Aufträge entstehen auch durch Saison, Empfehlungen oder Werbung. Ein sauberer Bericht nennt die Veränderung und die möglichen Erklärungen getrennt und schreibt einen Auftrag keiner einzelnen Massnahme zu.

Ist der Monatsbericht in der Betreuung enthalten?

Ja. Der Bericht gehört zu den vier im Gesamtangebot enthaltenen Betreuungsmonaten. Bei einer separat vereinbarten laufenden Betreuung hält die schriftliche Offerte fest, welche Arbeiten und Auswertungen enthalten sind. Die Bedingungen stehen auf der Preisseite.

Welche Zahlen liegen für Ihren Betrieb schon vor?

Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir vorhandene Search-Console-, Profil- und Website-Daten ein. Bringen Sie Exporte mit oder stellen Sie die betreffenden Zugänge bereit.

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