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Soft 404 in der Search Console: Ursache und Lösung
Die Search Console meldet Soft 404? So erkennst du mit Statuscode und Live-Test, ob die Seite fehlt, umgezogen ist oder leer lädt, und behebst die Ursache.
Im Bericht zur Seitenindexierung steht in der Tabelle «Warum Seiten nicht indexiert werden» der Grund «Soft 404». Google hat die Seite abgerufen und hält sie für eine Fehlerseite, obwohl dein Server sie mit dem Status 200 als funktionierende Seite ausliefert. Solche Seiten nimmt Google nicht in die Suche auf.
Laut der Google-Hilfe zum Seitenindexierungsbericht bedeutet der Grund, «dass die nutzerfreundliche Meldung ‹Nicht gefunden› angezeigt wird, aber kein 404-HTTP-Antwortcode». Die Meldung betrifft aber nicht nur klassische Fehlerseiten. In seiner Übersicht der HTTP-Statuscodes schreibt Google, die Search Console zeige einen Soft 404 auch an, wenn der Inhalt auf «eine leere Seite oder eine Fehlermeldung hindeutet». Deshalb kann auch eine Seite in der Liste stehen, die du für vollständig hältst.
Das tust du jetzt: Öffne eine der aufgeführten Adressen und ordne sie einem von drei Fällen zu. Ist die Seite gelöscht, soll der Server den Status 404 oder 410 liefern. Ist ihr Inhalt umgezogen, leitest du die Adresse auf die Seite weiter, auf der er heute steht. Soll die Seite bleiben, zeigt dir der Live-Test in der URL-Prüfung, was Google von ihr zu sehen bekommt. Diese drei Fälle unterscheidet Google selbst in seiner Anleitung zum Beheben von Crawling-Fehlern. Stehen viele Adressen in der Liste, liest du ihren heutigen Status mit einem Befehl ab. Am Schluss zeige ich, wie meine eigene Website fehlende und alte Adressen beantwortet; das kannst du selbst nachprüfen.
Was «Soft 404» bedeutet
Jede Antwort deines Servers beginnt mit einem Statuscode, den Besucher nicht sehen. 200 heisst: Die Seite existiert, hier ist ihr Inhalt. 404 heisst: Unter dieser Adresse gibt es nichts. Bei einem Soft 404 widersprechen sich Statuscode und Inhalt. Der Server meldet 200, die Seite zeigt aber eine Fehlermeldung, eine leere Liste oder kaum Inhalt. Google richtet sich dann nach dem Inhalt und stuft die Seite als Fehlerseite ein. In der Anleitung zu Crawling-Fehlern heisst es dazu: «Solche Seiten werden von der Google Suche ausgeschlossen.»
Für eine gelöschte Seite ist das Ergebnis dasselbe wie mit einem echten 404: Sie erscheint nicht in der Suche. Google empfiehlt trotzdem, für solche Adressen den richtigen Statuscode zu liefern. Wichtig wird die Meldung, wenn eine Seite betroffen ist, die gefunden werden soll, etwa die Seite zu einer deiner Leistungen. Sie fehlt in der Suche, solange Google sie für eine Fehlerseite hält.
Die Liste findest du in der Search Console unter «Indexierung → Seiten». Ein Klick auf die Zeile «Soft 404» zeigt die Beispieladressen und bei jeder das Datum «Zuletzt gecrawlt». Achte auf dieses Datum: Hast du die Seite danach geändert, beschreibt die Liste noch die alte Fassung.
Ähnliche Meldungen unterscheiden
- «Nicht gefunden (404)»: Dein Server meldet selbst, dass es die Seite nicht gibt. Bei einer bewusst gelöschten Seite ist das der richtige Zustand. In der Google-Hilfe heisst es: «404-Antworten stellen nicht unbedingt ein Problem dar, wenn die Seite ersatzlos entfernt wurde.» Für eine gelöschte Seite ohne Nachfolger ist ein echter 404 deshalb genau die Lösung eines Soft 404.
- «Seite mit Weiterleitung»: Die Adresse leitet weiter, und Google verarbeitet das Ziel. Bei einer umgezogenen Seite ist das beabsichtigt. Steht eine weiterleitende Adresse dagegen unter Soft 404, prüfst du das Ziel wie unter Ursache 4 beschrieben.
- «Umleitungsfehler» (in der Google-Hilfe «Weiterleitungsfehler»): Google ist am Ende einer Weiterleitung nicht bei einer Seite angekommen, etwa wegen einer Schleife oder einer zu langen Kette. Wie du die Kette Station für Station verfolgst, zeigt der Abschnitt Die Weiterleitungskette sichtbar machen.
- «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert»: Google hat eine funktionierende Seite abgerufen und sich gegen die Aufnahme entschieden, ohne sie als Fehlerseite einzustufen. Wie du dann vorgehst, zeigt der Beitrag Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert.
Fünf Ursachen und wie du sie prüfst
Google nennt für die einzelne Adresse keine Ursache. Die folgenden fünf kannst du an der Seite selbst prüfen. Beginne mit Ursache 1: Der Statuscode zeigt, ob die konkret geprüfte Fehlerseite fälschlich Erfolg meldet. Prüfe zusätzlich eine betroffene Adresse aus dem Bericht; andere Seitentypen oder URL-Bereiche können anders reagieren. Zu welchem der drei Fälle eine Ursache führt, steht in der Tabelle unter Was du jetzt änderst.
Ursache 1: Die Fehlerseite liefert den Status 200
Ruft jemand eine falsche Adresse auf, zeigt deine Website eine Fehlerseite an. Entscheidend ist der Statuscode, den der Server dazu sendet. Ist es 200, sieht Google eine funktionierende Seite mit dem Text «nicht gefunden». Jede falsch verlinkte oder gelöschte Adresse kann so als Soft 404 im Bericht landen.
Prüfen: Rufe eine erfundene Adresse auf deiner Domain auf, etwa https://deinedomain.ch/gibt-es-nicht-123. Öffne am Computer mit der Taste F12 die Entwicklertools, wechsle zum Tab «Netzwerk» und lade die Seite neu. In der ersten Zeile steht in der Spalte «Status» der Code. Mit einem Terminal erhältst du ihn über curl -I https://deinedomain.ch/gibt-es-nicht-123 in der ersten Zeile der Antwort.
Beheben: Steht dort 200, muss die Fehlerseite mit dem Status 404 ausgeliefert werden. Das ist eine Einstellung im CMS, im Theme oder beim Hosting, keine Frage des Texts. Eine gestaltete Fehlerseite mit Links zu deinen wichtigsten Seiten bleibt sinnvoll. Google betont in der Anleitung zu Crawling-Fehlern aber, dass eine solche Seite für Besucher gedacht ist und der Server trotzdem den Status 404 zurückgeben muss.
Ursache 2: Leere Listen, Kategorien und Suchseiten
Eine Kategorie ohne Produkte, eine Suchergebnisseite ohne Treffer oder ein Schlagwort, unter dem nur «Keine Beiträge gefunden» steht, kann für Google wie eine Fehlerseite aussehen. Google nennt als Beispiel ausdrücklich: «Eine leere interne Suchergebnisseite».
Prüfen: Öffne die Adresse aus dem Bericht. Zeigt sie eine Liste ohne Einträge oder nur den Hinweis, dass nichts gefunden wurde?
Beheben: Braucht niemand diese Seite in der Suche, ist Googles Einstufung zutreffend. Entferne interne Links auf leere Listen, nimm sie aus der Sitemap und lass eine Kategorie, die es nicht mehr gibt, einen 404 liefern. Soll die Kategorie gefunden werden, braucht sie Einträge und einen Text, der erklärt, was ein Besucher dort findet.
Ursache 3: Nur noch ein Hinweis oder ein Platzhalter
Ein ausverkauftes Produkt, ein vergangener Kurs oder eine besetzte Stelle: Bleibt auf der Seite nur ein Satz wie «Dieses Angebot ist nicht mehr verfügbar», hat sie keinen Hauptinhalt mehr. Dasselbe gilt für Seiten, die nur aus einer Überschrift und einem Platzhalter wie «Inhalt folgt» bestehen. Google zählt solche Seiten in seiner Anleitung ausdrücklich zu den Soft-404-Fällen: «In einigen Fällen wird eine Seite ohne Hauptinhalt oder eine leere Seite angezeigt.»
Prüfen: Lies die Seite ohne Navigation, Kopf- und Fussbereich. Was bleibt als eigentlicher Inhalt übrig?
Beheben: Ist das Angebot endgültig weg, entscheidest du wie bei einer gelöschten Seite: Weiterleitung auf einen eindeutigen Nachfolger, sonst 404 oder 410. Ist es nur vorübergehend nicht verfügbar, bleibt die vollständige Beschreibung stehen und der Hinweis kommt dazu. Eine Seite mit Platzhalter veröffentlichst du erst, wenn ihr Inhalt steht.
Ursache 4: Die Weiterleitung führt auf ein unpassendes Ziel
Werden alte Adressen gesammelt auf die Startseite oder eine Übersicht weitergeleitet, die ihren Inhalt nicht enthält, findet ein Besucher dort nicht, was er gesucht hat. Google rät in seiner Anleitung zum Umzug mit geänderten URLs davon ab, viele alte Adressen «zu einer einzelnen irrelevanten Ziel-URL weiterzuleiten, zum Beispiel zur Startseite der neuen Website», weil das «als soft 404-Fehler gewertet werden» kann. Erlaubt ist dagegen, mehrere alte Seiten auf eine neue Seite weiterzuleiten, die ihren Inhalt zusammengefasst übernommen hat. Nach derselben Überlegung kann auch eine Übersicht das passende Ziel sein: dann, wenn die alte Adresse selbst nur eine Liste war, etwa ein Schlagwortarchiv, und die Übersicht diese Aufgabe heute übernimmt. Einen solchen Grenzfall zeigt das Beispiel unten.
Prüfen: Öffne die alte Adresse und notiere, wo du landest. Findest du dort den Inhalt der alten Seite oder eine Seite, die ihn eindeutig ersetzt? Den Weg zeigen dir die Entwicklertools im Tab «Netzwerk», wenn du die Option «Preserve log» aktivierst: Jede Weiterleitung erscheint als eigene Zeile mit ihrem Statuscode, etwa 301 oder 308.
Beheben: Leite jede alte Adresse einzeln und in einem Schritt auf die Seite, die ihren Inhalt übernommen hat. Gibt es keinen solchen Nachfolger, ist ein 404 oder 410 die ehrlichere Antwort als die Startseite. Ob dein System dafür 301 oder 308 verwendet, spielt keine Rolle; die Übersicht der Statuscodes nennt 308 «Gleichbedeutend mit 301».
Ursache 5: Der Inhalt lädt für Google nicht
Steht eine Seite unter Soft 404, die im Browser vollständig aussieht, vermutet Google selbst ein Problem beim Abruf: Eine solche Seite konnte «wahrscheinlich für den Googlebot nicht richtig geladen werden, ihr fehlten wichtige Ressourcen oder es wurde beim Rendern eine deutlich erkennbare Fehlermeldung angezeigt». Als Gründe für nicht geladene Ressourcen nennt Google unter anderem eine Sperre in der robots.txt, zu viele Ressourcen auf einer Seite, Serverfehler sowie langsam ladende oder sehr grosse Dateien. Auch eine fehlende JavaScript-Datei oder eine unterbrochene Verbindung zur Datenbank führt Google als mögliche Ursache auf.
Prüfen: Gib die Adresse oben in die URL-Prüfung der Search Console ein, klicke auf «Live-URL testen» und danach auf «Getestete Seite anzeigen». Der Tab «Screenshot» zeigt, wie Google die Seite gerendert hat: vollständig, leer oder mit einer Fehlermeldung. Im Tab «HTML» suchst du mit Strg + F nach einem Satz aus deinem Haupttext. Unter «Weitere Informationen» listet der Test die Seitenressourcen, darunter jene, die nicht geladen werden konnten, und die Meldungen der JavaScript-Konsole.
Beheben: Gib in der robots.txt Dateien frei, die für die Darstellung des Inhalts nötig sind, und lass Serverfehler bei einzelnen Ressourcen beheben. Fehlt der Haupttext im HTML, weil ein Script nicht lädt oder einen Fehler wirft, ist dieses Script die Stelle für die Korrektur. Baut deine Website ihre Seiten nur im Browser per JavaScript auf, empfiehlt Google in den Grundlagen zu JavaScript-SEO für echte Fehlerseiten zwei Wege: per JavaScript auf eine Adresse weiterleiten, die einen 404 liefert, oder der Fehlerseite per JavaScript noindex hinzufügen.
Soft 404 Schritt für Schritt prüfen
- Bericht öffnen. In der Search Console klickst du unter «Indexierung → Seiten» auf die Zeile «Soft 404». Notiere die Beispieladressen und das Datum «Zuletzt gecrawlt». Oben rechts steht, wann der Bericht zuletzt aktualisiert wurde.
- Wichtige Adressen auswählen. Trenne Seiten, die in der Suche erscheinen sollen, von alten oder technischen Adressen. Beginne mit Seiten, auf denen du deine Leistungen oder Produkte anbietest.
- Statuscode ablesen. Öffne die Adresse mit den Entwicklertools oder mit
curl -Iwie unter Ursache 1. Lautet der Status 200, 301 beziehungsweise 308 oder 404? Bei einer Weiterleitung notierst du das Ziel. Dieser Schritt zeigt den heutigen Stand, der Bericht nur den des letzten Abrufs. Stehen viele Adressen in der Liste, prüfst du sie alle auf einmal. - URL-Prüfung ausführen. Gib die Adresse oben in die Search Console ein und klappe «Seitenindexierung» auf. Liegt das «Letzte Crawling» vor deiner letzten Änderung an der Seite, hat Google die heutige Fassung noch nicht beurteilt.
- Live-Test ansehen. Klicke auf «Live-URL testen» und anschliessend auf «Getestete Seite anzeigen». Lies Screenshot, HTML und «Weitere Informationen» wie unter Ursache 5 beschrieben. Laut Google-Hilfe zur URL-Prüfung gibt es diese Zusatzdaten nur, wenn der Test die Adresse als für Google verfügbar meldet.
- Bei Weiterleitungen das Ziel direkt testen. Googles Unterlagen widersprechen sich, ob der Live-Test einer Weiterleitung folgt. Die Hilfe zum Seitenindexierungsbericht sagt, er folge ihr und teste die finale Adresse, zeige aber nicht an, dass er einer Weiterleitung gefolgt ist. Die Übersicht der Statuscodes schreibt dagegen, die Prüftools folgten keinen Weiterleitungen. Gib deshalb die Zieladresse selbst in die URL-Prüfung ein; dann weisst du, welche Seite du testest.
- Fall zuordnen. Ist die Seite gelöscht, ist ihr Inhalt umgezogen, oder soll sie bleiben? Die passende Änderung steht im nächsten Abschnitt.
Die ganze Liste auf einmal prüfen
Stehen viele Adressen unter «Soft 404», etwa alte Produkt-, Kategorie- oder Schlagwortseiten, liest du ihren heutigen Status in einem Durchgang ab. Klicke in der Detailansicht oben rechts auf «Exportieren», kopiere die Spalte mit den Adressen in eine Textdatei, eine Adresse pro Zeile, und speichere sie als adressen.txt in deinem Benutzerordner, in dem PowerShell und Terminal starten. Das Programm curl ist auf aktuellen Windows-Versionen und auf dem Mac bereits installiert. Unter Windows gibst du in der PowerShell ein: Get-Content adressen.txt | ForEach-Object { curl.exe -s -o NUL -L --max-redirs 10 -w "%{http_code} %{num_redirects} $_ -> %{url_effective}\n" $_ }. Auf dem Mac im Terminal lautet der Befehl: while read -r u; do curl -s -o /dev/null -L --max-redirs 10 -w "%{http_code} %{num_redirects} $u -> %{url_effective}\n" "$u"; done < adressen.txt.
Befehl für Windows und Mac anzeigen
Jede Zeile nennt den Status am Ende, die Zahl der Weiterleitungen, die Adresse aus der Liste und die Adresse, bei der sie ankommt. Daraus ergibt sich ein erster Hinweis auf den Fall:
- 200 und 0: Die Adresse liefert selbst eine Seite mit Status 200. Das passt zu Ursache 1, 2, 3 oder 5; welche es ist, zeigen die Seite selbst und der Live-Test.
- 200 und eine Zahl ab 1: Die Adresse leitet weiter. Steht am Zeilenende die Startseite oder eine Übersicht, die den alten Inhalt nicht enthält, liegt Ursache 4 nahe, und du suchst einen passenderen Nachfolger. Führt sie auf die Seite, die den alten Inhalt heute enthält, stammt der Eintrag von einem Abruf vor dieser Weiterleitung, oder Google hält das Ziel nicht für einen Ersatz; das Datum «Zuletzt gecrawlt» im Bericht grenzt das ein.
- 404 oder 410 und 0: Die Adresse liefert heute einen echten Fehlerstatus. Der Eintrag beschreibt einen früheren Abruf; für eine gelöschte Seite ist nichts mehr zu tun.
Für zwei Adressen aus meinem Beispiel lauteten die Zeilen am 26. September 2026 404 0 https://www.simon-haenel.com/diese-seite-gibt-es-nicht -> https://www.simon-haenel.com/diese-seite-gibt-es-nicht und 200 1 https://www.simon-haenel.com/disclaimer -> https://www.simon-haenel.com/impressum.
Was du jetzt änderst
Tabelle seitlich verschieben
| Fall | Befund | Änderung |
|---|---|---|
| Gelöscht | Die Adresse gab es nie, oder die Seite ist entfernt, und keine andere Seite übernimmt ihren Inhalt. Dazu gehören falsche Adressen, für die deine Fehlerseite Status 200 liefert (Ursache 1), sowie leere Listen und Hinweisseiten, die niemand mehr braucht (Ursache 2 und 3). | Status 404 oder 410 liefern; bei Ursache 1 die Fehlerseite selbst auf Status 404 umstellen. Interne Links auf die Adresse und ihren Eintrag in der Sitemap entfernen. |
| Umgezogen | Der Inhalt steht heute auf einer anderen Seite. | Die alte Adresse in einem Schritt mit 301 oder 308 auf diese Seite weiterleiten. |
| Umgezogen | Die Adresse leitet auf die Startseite oder eine Übersicht, die den alten Inhalt nicht enthält (Ursache 4). | Das Ziel auf den passenden Nachfolger ändern. Gibt es keinen, 404 oder 410 liefern. |
| Soll bleiben | Screenshot oder HTML im Live-Test zeigen keinen Haupttext (Ursache 5). | Die Ursache aus «Weitere Informationen» beheben: gesperrte oder fehlerhafte Ressourcen, Scriptfehler, Serverfehler. |
| Soll bleiben | Die Seite zeigt nur eine leere Liste, einen Hinweis oder einen Platzhalter (Ursache 2 und 3). | Den Inhalt ergänzen, den ein Besucher unter dieser Adresse sucht. |
Danach schliesst du die Korrektur so ab:
- Live-Test wiederholen. Zeigt der Screenshot jetzt deinen Inhalt beziehungsweise liefert die Adresse den geplanten Status oder das richtige Ziel, ist die Änderung an deiner Website wirksam.
- Für wichtige Seiten einmal die Indexierung beantragen. Das machst du in der URL-Prüfung. Laut Google gilt dafür ein Kontingent, und mehrere Anträge für dieselbe Adresse beschleunigen den Abruf nicht.
- Im Bericht «Fehlerbehebung überprüfen» anklicken. Google prüft dann die aufgeführten Adressen erneut. Den Stand der Überprüfung zeigt der Bericht bei diesem Grund an.
- Die Adresse einer betroffenen Seite nicht ändern. Unter einer neuen Adresse liefert die Seite denselben Inhalt, und die alte Adresse braucht zusätzlich eine Weiterleitung.
Beispiel: wie meine Website fehlende und alte Adressen beantwortet
Einen Soft-404-Fall aus meiner eigenen Search Console kann ich dir nicht zeigen. Nachprüfen kannst du aber, wie meine Website die Fälle beantwortet, aus denen laut Google ein Soft 404 entstehen kann: eine Adresse, die es nicht gibt, und alte Adressen, die ich beim Relaunch meiner Website im Juli 2026 aufgegeben habe. Die Antworten habe ich am 25. September 2026 abgerufen:
Tabelle seitlich verschieben
| Adresse | Antwort am 25.09.2026 | Warum diese Antwort |
|---|---|---|
/diese-seite-gibt-es-nicht (erfunden) | Status 404, Fehlerseite mit noindex | Unter dieser Adresse gab es nie Inhalt. |
/disclaimer | 308 auf /impressum, dort Status 200 | Der Haftungsausschluss steht heute als eigener Abschnitt im Impressum. |
/blog/verkaufst-du-backups-oder-ruhigen-schlaf | 308 auf /blog/managed-services-vermarkten, Status 200 | Beide behandeln, wie IT-Anbieter ihre Managed Services darstellen. |
/blog/seo-fuer-it-unternehmen-leitfaden | 308 auf /branchen/it-dienstleister, Status 200 | Beide behandeln SEO für IT-Unternehmen. |
/blog/tag/msp und /blog/tag/compliance | 308 auf /blog, Status 200 | Eine Schlagwortseite listete Beiträge auf; diese Aufgabe übernimmt heute die Blogübersicht, nach Themen gegliedert. |
Die erste Zeile kannst du selbst wiederholen: curl -I https://www.simon-haenel.com/diese-seite-gibt-es-nicht liefert den Status 404. Besucher sehen dabei die Seite «Diese Seite ist nicht auffindbar» mit Links zu meinen Leistungen, zum Blog und zum Erstgespräch. Für diese geprüfte Adresse liefert die Website also den richtigen Fehlerstatus. Daraus folgt noch keine Aussage über jede denkbare URL.
Wie ich die Ziele gewählt habe: Jede alte Adresse, für die es einen eindeutigen Nachfolger gibt, führt in einem Schritt dorthin. Das war nicht von Anfang an so. Drei alte Adressen zum Thema SEO für IT-Anbieter, darunter der frühere Leitfaden aus der Tabelle, führten bis zum 22. September auf meinen allgemeinen Artikel über Google-Rankings. Der behandelt Rankings allgemein und ersetzt den alten Inhalt nicht. Seit dem 23. September führen sie auf die Seite zu SEO für IT-Unternehmen.
Der Grenzfall: Die zwei Schlagwortseiten leiten auf die Blogübersicht. Einen Beitrag, der ihren Inhalt übernimmt, gibt es nicht, denn eine Schlagwortseite hatte keinen eigenen Text, sondern listete die Beiträge zu einem Schlagwort auf. Diese Aufgabe erfüllt heute die Blogübersicht: Sie zeigt alle Beiträge, nach Themen gegliedert. Nach der Überlegung aus Ursache 4 ist sie deshalb ein passendes Ziel. Ein Grenzfall bleibt es, weil die Übersicht nach Themen und nicht nach genau diesen Schlagworten gegliedert ist. Ob Google sie als Ersatz gelten lässt, zeigt der Bericht: Am 25. September führte er beide Adressen unter «Seite mit Weiterleitung» und nicht unter Soft 404, zuletzt gecrawlt am 30. Juli (/blog/tag/msp) und am 28. Juli 2026 (/blog/tag/compliance), also bereits mit dieser Weiterleitung. Das ist der Stand von zwei Abrufen, keine allgemeine Regel. Stuft Google eine der beiden Adressen später als Soft 404 ein, gilt die Übersicht für Google nicht als Ersatz; dann stelle ich diese Adresse auf 404 um, wie es die Tabelle unter Was du jetzt änderst vorsieht.
Was der Bericht nicht zeigt: /disclaimer und der Beitrag über Backups standen im Bericht noch unter «Nicht gefunden (404)», mit dem letzten Abruf am 25. beziehungsweise 30. Juli 2026. Heute leiten beide auf ihren Nachfolger weiter; die Ziele habe ich am 23. September zuletzt angepasst. Der Bericht beschreibt also den letzten Abruf, nicht den heutigen Zustand. Deshalb liest du in Schritt 3 die aktuelle Antwort selbst ab, bevor du etwas änderst.
Wenn eine Seite betroffen ist, mit der du verkaufst
Alte Adressen weiterleiten oder einen echten 404 einstellen kannst du mit der Tabelle unter Was du jetzt änderst selbst, sofern du Zugriff auf die Weiterleitungen deiner Website hast. Fehlt dir dieser Zugriff, oder liefert deine Fehlerseite den Status 200 und lässt sich das im Theme nicht einfach umstellen, übernehme ich die Korrektur als Einzelauftrag; den Festpreis vereinbaren wir vorab in einer Offerte.
Anders ist es, wenn Google eine Seite als Soft 404 führt, auf der du eine Leistung anbietest. Solange Google sie für eine Fehlerseite hält, erscheint sie nicht in der Suche, auch nicht für jemanden, der genau diese Leistung sucht. Welche Arbeit dann nötig ist, hängt vom Befund ab: Bekommt Google die Seite leer geladen (Ursache 5), liegt der Fehler im CMS, im Theme oder in einem Script. Steht auf der Seite kaum mehr als eine Überschrift und ein Kontaktformular (Ursache 3), braucht sie einen Text, der die Leistung erklärt.
Beides übernehme ich mit SEO-Start für die Seiten zu bis zu drei deiner Leistungen. Vor der Beauftragung prüfe ich dein System und die Zugänge. Kommt eine dieser Seiten für Google leer oder als Fehlerseite an, behebe ich dieses Hindernis im Auftrag. Verlangt die Ursache einen Umbau der ganzen Website, etwa weil sie ihre Inhalte nur im Browser per JavaScript aufbaut, sage ich dir das vor der Beauftragung; ein Relaunch ist in SEO-Start nicht enthalten. Dann recherchiere ich, wonach Interessenten zu diesen Leistungen suchen, und schreibe jede Seite so, dass sie erklärt, welche Arbeiten dazugehören, für wen die Leistung passt und wie eine Anfrage abläuft. Wie das für eine einzelne Leistung aussieht, zeigt meine Arbeitsprobe für den Dachdecker Sterchi Bedachungen: Die Steildach-Seite beschreibt den Dachaufbau Schicht für Schicht, von der Deckung bis zur Tragkonstruktion. Seitentitel, Beschreibung und interne Links setze ich in deinem bestehenden System. Du lieferst die Angaben zu deinen Leistungen und prüfst die Entwürfe, bevor sie online gehen. Der Festpreis beträgt CHF 1’900.
Ob Google die Seiten danach aufnimmt, entscheidet Google beim nächsten Abruf; zusagen kann ich die vereinbarten Änderungen, keine Platzierung. Schick mir für das kostenlose Erstgespräch die Adressen aus der Zeile «Soft 404» und, falls vorhanden, einen Screenshot aus dem Live-Test.