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Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert: Ursache und Lösung
Google hat deine Seite abgerufen, aber nicht aufgenommen. So prüfst du in der Search Console, was Google gesehen hat, und woran die Aufnahme scheitert.
Im Bericht zur Seitenindexierung steht bei einer Seite «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert». Google hat die Seite abgerufen, sich aber vorerst gegen die Aufnahme in den Index entschieden. Solange das so bleibt, kann die Seite in der Google-Suche nicht erscheinen.
Die Google-Hilfe zum Seitenindexierungsbericht sagt dazu nur: Die Seite «könnte jedoch in Zukunft indexiert werden», und du müsstest die URL nicht noch einmal zum Crawling einreichen. Einen Grund für die einzelne Seite nennt Google nicht. In seiner Anleitung zum Crawling-Budget beschreibt Google allgemein, was nach dem Abruf geschieht: «Nach dem Crawling muss jede Seite evaluiert, konsolidiert und bewertet werden, um ihre Eignung für den Index zu bestimmen.»
Das tust du jetzt: Prüfe zuerst, ob die Adresse überhaupt noch eine aktuelle Seite ist. Bei einer wichtigen Seite siehst du dir in der URL-Prüfung an, welchen Inhalt Google abgerufen hat. Danach klärst du, ob eine deiner anderen Seiten dieselbe Frage beantwortet und was deine Seite gegenüber den Suchergebnissen Eigenes bietet. Am Schluss zeige ich einen Fall aus meiner eigenen Search Console.
Was «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» bedeutet
Bevor eine Seite in der Suche erscheint, muss Google sie finden, abrufen und aufnehmen. Bei dieser Meldung sind die ersten beiden Schritte erledigt: Google kennt die Adresse und hat die Seite abgerufen. Das Datum steht im Bericht in der Spalte «Zuletzt gecrawlt». Am dritten Schritt ist die Seite gescheitert.
In der Tabelle «Warum Seiten nicht indexiert werden» steht als Quelle «Google-Systeme». Die Entscheidung trifft also Google, nicht eine Einstellung deiner Website. Ändern kannst du trotzdem etwas: die Seite, die Google bewertet.
Ist die Seite noch nie abgerufen worden, lautet die Meldung stattdessen «Gefunden – zurzeit nicht indexiert». Dort ist nicht der Inhalt das Thema, sondern der Abruf.
Die Meldung in vier Schritten prüfen
Schritt 1: Alte Adressen aussortieren
Öffne in der Search Console unter «Indexierung → Seiten» die Zeile «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» und lies die Beispieladressen. Die Liste enthält auch Adressen, die Google irgendwann abgerufen hat und die heute weiterleiten, gelöscht sind oder sich nur durch einen Schrägstrich am Ende von der richtigen Adresse unterscheiden.
Öffne jede Adresse im Browser. Landest du auf einer anderen, richtigen Seite oder auf einer bewusst gelöschten Seite, ist nichts zu tun. Weiter prüfst du nur aktuelle Seiten, die in der Suche erscheinen sollen. Wie du weiterleitende alte Adressen einordnest, zeigt der Beitrag Seite mit Weiterleitung.
Schritt 2: Prüfen, was Google gesehen hat
Gib die Adresse oben in die URL-Prüfung ein und klappe «Seitenindexierung» auf. Lies ab:
- «Letztes Crawling»: Hast du die Seite danach wesentlich geändert, hat Google die heutige Fassung noch nicht bewertet.
- «Von Google ausgewählte kanonische URL»: Steht hier eine andere Adresse als die geprüfte, hält Google eine andere Seite für die Hauptversion. Dann ist das Thema eine Doppelung, die du wie in Schritt 3 auflöst. Was Google bei dieser Wahl berücksichtigt, erklärt der Beitrag Duplikat – Google hat eine andere Seite als kanonische Seite bestimmt.
Klicke danach auf «Live-URL testen» und anschliessend auf «Getestete Seite anzeigen». Unter «HTML» siehst du, was Google beim Abruf erhält. Fehlt dort dein Haupttext, weil er erst per JavaScript nachgeladen oder hinter einem Klick versteckt wird, bewertet Google eine fast leere Seite. Das behebst du technisch, bevor du am Text arbeitest.
Schritt 3: Überschneidungen mit eigenen Seiten finden
Beantworten zwei deiner Seiten dieselbe Frage, braucht Google nur eine davon im Index. Suche bei Google nach site:deinedomain.ch und dem Thema der Seite, etwa site:deinedomain.ch bewertung löschen. Erscheinen mehrere deiner Seiten, lies sie nacheinander: Enthalten beide dieselbe Anleitung, dieselben Beispiele oder denselben Ablauf?
Dasselbe Thema auf zwei Seiten ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob jede Seite eine eigene Frage beantwortet. Eine Seite erklärt zum Beispiel, wie du Bewertungen bekommst, die andere, wie du eine unberechtigte Bewertung entfernen lässt. Wiederholt die zweite Seite aber den Kern der ersten, bietet sie Google wenig Eigenes.
Schritt 4: Die eigene Antwort prüfen
Suche bei Google nach der Frage, die deine Seite beantworten soll, und lies die ersten Ergebnisse. Google selbst empfiehlt in den Fragen zu hilfreichen Inhalten unter anderem diese Prüfung: «Bietet der Inhalt einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu anderen Seiten in den Suchergebnissen?»
Konkret heisst das: Was steht auf deiner Seite, das die anderen nicht bieten? Ein eigener Fall mit Datum, eigene Zahlen, eine Vorlage, die man direkt verwenden kann, oder eine Antwort auf eine Frage, die in den anderen Ergebnissen offenbleibt. Enthält deine Seite nur, was die anderen ebenfalls schreiben, hat Google wenig Grund, sie zusätzlich aufzunehmen.
Was du jetzt änderst
- Behebe zuerst technische Befunde. Sieht Google im HTML nicht den ganzen Inhalt, muss die Seite so ausgeliefert werden, dass der Text ohne Klick und ohne Nachladen im HTML steht.
- Löse Doppelungen auf. Beantworten zwei Seiten dieselbe Frage, führst du sie zu einer zusammen und leitest die zweite Adresse auf die gemeinsame Seite weiter. Sollen beide bleiben, kürzt du auf der einen Seite den gemeinsamen Teil auf einen Satz mit Link zur anderen und baust dort aus, was nur diese Seite beantwortet.
- Ergänze, was nur du liefern kannst. Einen eigenen Fall, eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, eine Vorlage oder die Antwort auf eine Frage, die in den Suchergebnissen fehlt. Mehr Wörter zum selben Inhalt helfen nicht.
- Verlinke die Seite aus dem Text einer indexierten Seite. So erkennt Google, dass die Seite auf deiner Website eine Rolle spielt.
- Beantrage die Indexierung erst nach der Änderung, einmal. Laut Google gilt dafür ein Kontingent, und mehrere Anträge für dieselbe Adresse beschleunigen den Abruf nicht (Google-Anleitung zum erneuten Crawlen).
- Entferne Seiten, die niemand braucht. Bietet eine Seite weder Suchenden noch deinen Besuchern etwas Eigenes, ist Löschen oder Zusammenführen besser als ein weiterer Antrag.
Ein aktuelles Beispiel aus meiner Search Console
Am 25. September 2026 standen in meinem Bericht (letzte Aktualisierung 21. September) 14 Adressen unter «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert». 13 davon waren alte Adressen aus meiner früheren Website, die heute weiterleiten oder gelöscht sind, dazu Schreibweisen mit Schrägstrich am Ende wie /ueber-mich/. Bei ihnen war nichts zu tun.
Übrig blieb eine aktuelle Seite: mein Artikel zum Löschen negativer Google-Bewertungen, zuletzt gecrawlt am 22. September 2026. Technisch war die Seite in Ordnung: Sie lieferte den Status 200, verwies mit dem Canonical auf sich selbst und war nicht auf noindex gesetzt.
Den Grund fand ich in Schritt 3. Mein zweiter Artikel, die Anleitung zum Einholen von Bewertungen, enthielt einen eigenen Abschnitt zu ungerechtfertigten Bewertungen, also den Kern des Löschen-Artikels. Beide Artikel verwendeten zudem fast denselben Beispielsatz für eine öffentliche Antwort:
Tabelle seitlich verschieben
| Artikel | Beispielsatz |
|---|---|
| Bewertungen bekommen | «Dass die Baustelle nicht sauber hinterlassen wurde, entspricht nicht unserem Anspruch» |
| Bewertung löschen | «dass die Baustelle nicht sauber übergeben wurde, entspricht nicht unserem Anspruch» |
Google nennt den Grund nicht, deshalb bleibt meine Erklärung eine begründete Vermutung. Sie passt aber zu dem, was Google über die Bewertung nach dem Abruf schreibt: Der Löschen-Artikel bot innerhalb meiner eigenen Website zu wenig, das es nicht schon gab.
Was ich am 25. September 2026 geändert habe: In der Anleitung Google-Bewertungslink erstellen und Bewertungen bekommen steht zum Umgang mit ungerechtfertigten Bewertungen nur noch ein kurzer Hinweis mit Link; das Antwortbeispiel steht nur noch im Löschen-Artikel. Der Artikel Google-Bewertung löschen lassen: Meldung und Einspruch beantwortet jetzt, was nur er beantwortet: Welche Bewertungen Google entfernt, wie du eine Bewertung Schritt für Schritt meldest, wie du den Status liest und einmal Einspruch einlegst und welcher rechtliche Meldeweg bei rechtswidrigen Inhalten bleibt. Ob Google die Seite danach aufnimmt, zeigt die nächste URL-Prüfung; zugesagt ist es nicht.
Wenn du die Überarbeitung abgeben möchtest
Adressen aussortieren und die URL-Prüfung lesen kannst du selbst. Aufwendiger ist der zweite Teil: entscheiden, welche Seiten zusammengehören, was jede davon eigenständig beantworten soll, und die Texte so neu schreiben, dass sie gegenüber den Suchergebnissen etwas Eigenes bieten. Das gilt besonders, wenn die betroffenen Seiten deine Leistungen erklären.
Diese Arbeit kann ich übernehmen. Bei SEO-Start prüfe ich in der Vorprüfung die technischen Hindernisse der Seiten zu bis zu drei deiner Leistungen. Danach recherchiere ich die Suchfragen dazu, überarbeite diese Seiten oder lege sie in deinem bestehenden Layout neu an und setze Seitentitel, Beschreibung und interne Links. Du erklärst mir deine Leistungen und prüfst die fachlichen Angaben; Überschneidungen suchen und die Texte schreiben musst du nicht selbst. Der Festpreis beträgt CHF 1’900.
Ob Google die überarbeiteten Seiten aufnimmt, kann ich nicht zusagen. Vereinbart sind die Änderungen an deiner Website. Schick mir für das kostenlose Erstgespräch die betroffenen Adressen und die Suchbegriffe, bei denen du gefunden werden möchtest.