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Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert: Ursache und Lösung
Google hat deine Seite abgerufen, aber nicht aufgenommen. So prüfst du in der Search Console, was Google gesehen hat, und woran die Aufnahme scheitert.
Im Bericht zur Seitenindexierung steht bei einer Seite «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert». Google hat die Seite abgerufen, sich aber vorerst gegen die Aufnahme in den Index entschieden. Solange das so bleibt, kann die Seite in der Google-Suche nicht erscheinen. Dass Google deinen Text für ungenügend hält, folgt daraus noch nicht: In meinem eigenen Bericht waren 13 von 14 Einträgen alte Adressen, die heute weiterleiten oder gelöscht sind; nur ein Eintrag betraf eine aktuelle Seite.
Die Google-Hilfe zum Seitenindexierungsbericht sagt dazu nur: Die Seite «könnte jedoch in Zukunft indexiert werden», und du müsstest die URL nicht noch einmal zum Crawling einreichen. Einen Grund für die einzelne Seite nennt Google nicht. In seiner Anleitung zum Crawling-Budget beschreibt Google allgemein, was nach dem Abruf geschieht: «Nach dem Crawling muss jede Seite evaluiert, konsolidiert und bewertet werden, um ihre Eignung für den Index zu bestimmen.»
Das tust du jetzt: Prüfe zuerst, ob die Adresse überhaupt noch eine aktuelle Seite ist. Bei einer wichtigen Seite siehst du dir in der URL-Prüfung an, welchen Inhalt Google abgerufen hat. Danach klärst du, ob eine deiner anderen Seiten dieselbe Frage beantwortet und was deine Seite gegenüber den Suchergebnissen Eigenes bietet. Am Schluss zeige ich einen Fall aus meiner eigenen Search Console.
Was «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» bedeutet
Bevor eine Seite in der Suche erscheint, muss Google sie finden, abrufen und aufnehmen. Bei dieser Meldung sind die ersten beiden Schritte erledigt: Google kennt die Adresse und hat die Seite abgerufen. Das Datum steht im Bericht in der Spalte «Zuletzt gecrawlt». Am dritten Schritt ist die Seite gescheitert.
In der Tabelle «Warum Seiten nicht indexiert werden» steht als Quelle «Google-Systeme». Die Entscheidung trifft also Google, nicht eine Einstellung deiner Website. Ändern kannst du trotzdem etwas: die Seite, die Google bewertet.
Ist die Seite noch nie abgerufen worden, lautet die Meldung stattdessen «Gefunden – zurzeit nicht indexiert». Dort ist nicht der Inhalt das Thema, sondern der Abruf.
Die Meldung in vier Schritten prüfen
Schritt 1: Alte Adressen aussortieren
Öffne in der Search Console unter «Indexierung → Seiten» die Zeile «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» und lies die Beispieladressen. Die Liste enthält auch Adressen, die Google irgendwann abgerufen hat und die heute weiterleiten, gelöscht sind oder sich nur durch einen Schrägstrich am Ende von der richtigen Adresse unterscheiden.
Öffne jede Adresse im Browser. Landest du auf einer anderen, richtigen Seite oder auf einer bewusst gelöschten Seite, ist nichts zu tun. Weiter prüfst du nur aktuelle Seiten, die in der Suche erscheinen sollen. Wie du weiterleitende alte Adressen einordnest, zeigt der Beitrag Seite mit Weiterleitung.
Schneller geht das Aussortieren mit dem Filter über dem Diagramm im Bericht «Seiten». Stellst du ihn von «Alle bekannten Seiten» auf «Alle eingereichten Seiten», zeigt der Bericht laut der Google-Hilfe nur Adressen aus deiner eingereichten Sitemap. Enthält deine Sitemap nur aktuelle Seiten, bleiben unter «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» genau die Seiten übrig, die du Google selbst zur Aufnahme vorgeschlagen hast und die es trotzdem nicht aufgenommen hat. Um diese kümmerst du dich in den nächsten Schritten.
Schritt 2: Prüfen, was Google gesehen hat
Gib die Adresse oben in die URL-Prüfung ein und klappe «Seitenindexierung» auf. Lies ab:
- «Letztes Crawling»: Hast du die Seite danach wesentlich geändert, hat Google die heutige Fassung noch nicht bewertet.
- «Von Google ausgewählte kanonische URL»: Steht hier eine andere Adresse als die geprüfte, hält Google eine andere Seite für die Hauptversion. Dann ist das Thema eine Doppelung, die du wie in Schritt 3 auflöst. Was Google bei dieser Wahl berücksichtigt, erklärt der Beitrag Duplikat – Google hat eine andere Seite als kanonische Seite bestimmt.
Öffne, sofern verfügbar, «Gecrawlte Seite anzeigen». Dort siehst du die gespeicherte Fassung des früheren Abrufs. Vergleiche sie mit dem heutigen Inhalt. Diese historische Ansicht ist bei nicht indexierten Seiten nicht immer verfügbar; dann lässt sich aus dem Status allein nicht rekonstruieren, welchen vollständigen Text Google damals verarbeitet hat.
Klicke zusätzlich auf «Live-URL testen» und anschliessend auf «Getestete Seite anzeigen». Unter «HTML» siehst du, was der Test heute erhält. Das ist kein Rückblick auf den letzten Crawl und keine Indexierungszusage. Fehlt dein Haupttext dort, prüfst du das Nachladen durch JavaScript und die Abrufbarkeit der benötigten Ressourcen. Ein Aufklappelement ist nicht automatisch ein Problem: Entscheidend ist, ob der Inhalt schon im HTML steht oder erst nach einem Klick abgerufen wird. Ein bestätigtes Auslieferungsproblem behebst du, bevor du den Text erweiterst.
Schritt 3: Überschneidungen mit eigenen Seiten finden
Beantworten zwei deiner Seiten dieselbe Frage, braucht Google nur eine davon im Index. Suche bei Google nach site:deinedomain.ch und dem Thema der Seite, etwa site:deinedomain.ch bewertung löschen. Erscheinen mehrere deiner Seiten, lies sie nacheinander: Enthalten beide dieselbe Anleitung, dieselben Beispiele oder denselben Ablauf?
Dasselbe Thema auf zwei Seiten ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob jede Seite eine eigene Frage beantwortet. Eine Seite erklärt zum Beispiel, wie du Bewertungen bekommst, die andere, wie du eine unberechtigte Bewertung entfernen lässt. Wiederholt die zweite Seite aber den Kern der ersten, bietet sie Google wenig Eigenes.
Stehen viele Seiten derselben Art in der Liste, etwa alle Ortsseiten oder alle Schlagwortseiten eines Blogs, prüfst du nicht jede einzeln. Beurteile die Art als Ganzes: Sollen diese Seiten überhaupt in die Suche, und unterscheiden sie sich in mehr als dem Ortsnamen oder Schlagwort? Wenn nicht, entscheidest du für die ganze Serie, ob du sie zusammenlegst, aus der Sitemap nimmst oder jeder Seite einen eigenen Inhalt gibst.
Schritt 4: Die eigene Antwort prüfen
Suche bei Google nach der Frage, die deine Seite beantworten soll, und lies die ersten Ergebnisse. Google selbst empfiehlt in den Fragen zu hilfreichen Inhalten unter anderem diese Prüfung: «Bietet der Inhalt einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu anderen Seiten in den Suchergebnissen?»
Konkret heisst das: Was steht auf deiner Seite, das die anderen nicht bieten? Ein eigener Fall mit Datum, eigene Zahlen, eine Vorlage, die man direkt verwenden kann, oder eine Antwort auf eine Frage, die in den anderen Ergebnissen offenbleibt. Enthält deine Seite nur, was die anderen ebenfalls schreiben, hat Google wenig Grund, sie zusätzlich aufzunehmen.
Lies dabei auch nach, ob die Angaben noch stimmen: Preise, Jahreszahlen, Ansprechpersonen oder ein Angebot, das es nicht mehr gibt. Eine Seite mit veralteten Angaben beantwortet die heutige Frage des Suchenden nicht mehr vollständig.
Was du jetzt änderst
- Behebe zuerst technische Befunde. Fehlt dein Haupttext im HTML der getesteten Seite aus Schritt 2, sorgst du dafür, dass er dort ankommt: etwa indem der Server ihn direkt mit der Seite ausliefert oder ein Aufklappelement ihn bereits enthält, statt ihn erst nach einem Klick nachzuladen.
- Löse Doppelungen auf. Beantworten zwei Seiten dieselbe Frage, führst du sie zu einer zusammen und leitest die zweite Adresse auf die gemeinsame Seite weiter. Sollen beide bleiben, kürzt du auf der einen Seite den gemeinsamen Teil auf einen Satz mit Link zur anderen und baust dort aus, was nur diese Seite beantwortet.
- Ergänze, was nur du liefern kannst. Einen eigenen Fall, eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, eine Vorlage oder die Antwort auf eine Frage, die in den Suchergebnissen fehlt. Mehr Wörter zum selben Inhalt helfen nicht.
- Verlinke die Seite aus dem Text einer indexierten Seite. So erkennt Google, dass die Seite auf deiner Website eine Rolle spielt.
- Beantrage die Indexierung erst nach der Änderung, einmal. Laut Google gilt dafür ein Kontingent, und mehrere Anträge für dieselbe Adresse beschleunigen den Abruf nicht (Google-Anleitung zum erneuten Crawlen).
- Entferne Seiten, die niemand braucht. Bietet eine Seite weder Suchenden noch deinen Besuchern etwas Eigenes, ist Löschen oder Zusammenführen besser als ein weiterer Antrag.
Ein aktuelles Beispiel aus meiner Search Console
Am 25. September 2026 standen in meinem Bericht (letzte Aktualisierung 21. September) 14 Adressen unter «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert». 13 davon waren alte Adressen aus meiner früheren Website, die heute weiterleiten oder gelöscht sind, dazu Schreibweisen mit Schrägstrich am Ende wie /ueber-mich/. Bei ihnen war nichts zu tun.
Übrig blieb eine aktuelle Seite: mein Artikel zum Löschen negativer Google-Bewertungen, zuletzt gecrawlt am 22. September 2026. Technisch war die Seite in Ordnung: Sie lieferte den Status 200, verwies mit dem Canonical auf sich selbst und war nicht auf noindex gesetzt.
Einen Ansatz für die Überarbeitung fand ich in Schritt 3. Mein zweiter Artikel, die Anleitung zum Einholen von Bewertungen, enthielt ebenfalls einen Abschnitt zu ungerechtfertigten Bewertungen. Beide Artikel verwendeten zudem fast denselben Beispielsatz für eine öffentliche Antwort:
Tabelle seitlich verschieben
| Artikel | Beispielsatz |
|---|---|
| Bewertungen bekommen | «Dass die Baustelle nicht sauber hinterlassen wurde, entspricht nicht unserem Anspruch» |
| Bewertung löschen | «dass die Baustelle nicht sauber übergeben wurde, entspricht nicht unserem Anspruch» |
Diese Überschneidung gab mir einen Grund, die Aufgaben der beiden Artikel deutlicher zu trennen. Sie beweist weder, dass Google die Seiten für Duplikate hielt, noch dass deshalb die Indexierung fehlte. Auch derselbe Antwortsatz kann in zwei unterschiedlichen Anleitungen eine Funktion haben. Massgeblich ist, welche vollständige Frage der jeweilige Artikel beantwortet.
Was ich am 25. September 2026 geändert habe: In der Anleitung Google-Bewertungslink erstellen und Bewertungen bekommen steht zum Umgang mit ungerechtfertigten Bewertungen nur noch ein kurzer Hinweis mit Link; das Antwortbeispiel steht nur noch im Löschen-Artikel. Der Artikel Google-Bewertung löschen lassen: Meldung und Einspruch beantwortet jetzt, was nur er beantwortet: Welche Bewertungen Google entfernt, wie du eine Bewertung Schritt für Schritt meldest, wie du den Status liest und einmal Einspruch einlegst und welcher rechtliche Meldeweg bei rechtswidrigen Inhalten bleibt.
Kontrolle am 2. Oktober 2026: Die einzelne URL-Prüfung meldete die Seite als indexiert. Als letztes Crawling stand weiterhin der 22. September 2026 um 17:30 Uhr da, also ein Zeitpunkt vor der Überarbeitung. Die ältere Übersicht führte die Seite noch als nicht indexiert. Daraus lässt sich keine Wirkung meiner Textänderung nachweisen: Der neuere Einzelstatus und die ältere Übersicht widersprachen sich, und ein Abruf der überarbeiteten Fassung war nicht belegt. Für deine Prüfung heisst das: Vergleiche Status, Berichtsdatum und Crawl-Datum, bevor du eine Änderung als Ursache der Indexierung wertest.
Wenn du die Überarbeitung abgeben möchtest
Adressen aussortieren und die URL-Prüfung lesen kannst du selbst. Aufwendiger ist der zweite Teil: entscheiden, welche Seiten zusammengehören, was jede davon eigenständig beantworten soll, und die Texte so neu schreiben, dass sie gegenüber den Suchergebnissen etwas Eigenes bieten.
Am meisten hängt davon ab, wenn eine Seite betroffen ist, die eine deiner Leistungen erklärt. Solange Google sie nicht aufnimmt, erscheint sie bei der Suche nach dieser Leistung nicht. Interessenten, die so suchen, kommen dann über Google nicht auf die Seite, auf der sie dein Angebot prüfen und dich anfragen könnten.
Für solche Seiten gibt es SEO-Start: Für CHF 1’900 bearbeite ich die Seiten zu bis zu drei deiner Leistungen. Ich recherchiere, wonach Interessenten zu diesen Leistungen suchen und was die vorderen Ergebnisse offenlassen, und schreibe jede Seite so, dass sie etwas Eigenes bietet: die Arbeiten, die du tatsächlich übernimmst, deine Beispiele und den Ablauf einer Anfrage. Beantworten zwei dieser Seiten dieselbe Frage, legen wir fest, welche Seite sie übernimmt, und ich baue die andere um ihre eigene Frage aus. Technische Hindernisse an diesen Seiten, etwa ein Canonical, das auf eine andere Seite zeigt, stelle ich vor der Offerte fest und behebe sie im Auftrag. Betrifft die Meldung vor allem Ratgeber- oder Blogartikel wie in meinem Fall, erstelle ich für deren Überarbeitung eine eigene Offerte mit Festpreis.
Überschneidungen suchen und die Texte schreiben musst du so nicht selbst. Du lieferst die Angaben zu deinen Leistungen und prüfst die Entwürfe fachlich. Ob Google die überarbeiteten Seiten danach aufnimmt, entscheidet Google; zugesagt sind die vereinbarten Änderungen. Schick mir für das kostenlose Erstgespräch die betroffenen Adressen und die Suchbegriffe, bei denen du gefunden werden möchtest.