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Seite mit Weiterleitung in der Search Console: Was tun?

Die Search Console meldet «Seite mit Weiterleitung»? Bei alten Adressen ist das gewollt. So findest du die Seiten, bei denen du handeln musst, und änderst sie.

Simon Haenel veröffentlicht aktualisiert

Illustration einer Weiterleitung: Ein direkter Weg mit Richtungspfeil führt von ALT zu NEU.

Im Bericht zur Seitenindexierung stehen in der Tabelle «Warum Seiten nicht indexiert werden» eine oder mehrere Adressen deiner Website unter «Seite mit Weiterleitung». Das liest sich, als fehlten diese Seiten bei Google. Genau genommen fehlt nur die Adresse, die weiterleitet: Google hat sie abgerufen, ist dabei auf eine andere Seite weitergeleitet worden und nimmt deshalb diese Adresse nicht in den Index auf. Die Google-Hilfe zum Seitenindexierungsbericht sagt es so: «Dies ist eine nicht kanonische URL, die zu einer anderen Seite weiterleitet. Daher wird diese URL nicht indexiert.» Ob das Ziel aufgenommen wird, entscheidet Google gesondert.

Bei alten Adressen nach einem Umbau und bei Schreibweisen mit http statt https, ohne www oder mit Schrägstrich am Ende ist das genau so gewollt: Sie sollen auf die richtige Seite führen. Handeln musst du nur, wenn in der Liste eine Adresse steht, die selbst in der Google-Suche erscheinen soll. In meinem eigenen Bericht waren sieben von acht Adressen gewollt; die achte war meine Preisseite, wie das Beispiel unten zeigt.

Das tust du jetzt: Geh die Liste durch und frage bei jeder Adresse: Soll genau diese Adresse bei Google erscheinen? Wenn nicht und du im Browser auf der richtigen Seite landest, ist nichts zu tun, und du startest auch keine Validierung. Wenn ja, entfernst du die Weiterleitung, prüfst die Seite und beantragst die Indexierung einmal. Ist die Liste nach einem Umbau lang, prüfst du alle Adressen mit einem Befehl und siehst für jede, wohin sie heute führt.

Was «Seite mit Weiterleitung» bedeutet

Wenn Google eine Adresse abruft, antwortet der Server mit einem Statuscode. Bei einer Weiterleitung ist das ein Code aus der 300er-Reihe, meist 301 oder 308, zusammen mit der neuen Adresse. Google folgt der Weiterleitung, verarbeitet den Inhalt des Ziels und führt die Ausgangsadresse im Bericht unter «Seite mit Weiterleitung». Die Ausgangsadresse hat für Google keinen eigenen Inhalt, sie verweist nur weiter.

Eine dauerhafte Weiterleitung (301 oder 308) teilt Google mit, welche Adresse in der Suche stehen soll. In seiner Anleitung zur kanonischen URL nennt Google Weiterleitungen «ein starkes Signal dafür, dass das Ziel der Weiterleitung kanonisch sein sollte». Kanonisch heisst: Diese Adresse ist die Hauptversion. Wer eine alte Adresse dauerhaft weiterleitet, sagt Google also genau das, was die Meldung anschliessend bestätigt.

Bei einer vorübergehenden Weiterleitung (302 oder 307) ist das anders. Laut Googles Anleitung zu Weiterleitungen wird dann die Quellseite in den Suchergebnissen angezeigt, bei dauerhaften Weiterleitungen das neue Ziel.

Dass weiterleitende Adressen nicht im Index stehen, ist also vorgesehen. Google schreibt in der Hilfe zum Seitenindexierungsbericht: «Sie sollten nicht erwarten, dass alle URLs auf Ihrer Website indexiert werden, sondern nur die kanonischen Seiten.» Ob Google deine wichtigen Seiten aufgenommen hat, liest du deshalb nicht an der Länge dieser Liste ab, sondern in der URL-Prüfung der Hauptversion jeder dieser Seiten.

Ähnliche Meldungen, die etwas anderes bedeuten

Woher die Weiterleitungen in deiner Liste kommen

Ordne jede Adresse aus der Liste einer der folgenden vier Gruppen zu. Die ersten beiden sind gewollt, die dritte verlangt eine Korrektur, und die vierte betrifft deine eigenen Links.

Gruppe 1: Alte Adressen nach einem Umbau

Du hast eine Seite umbenannt, zwei Seiten zusammengelegt oder die Website neu aufgebaut und die alten Adressen weitergeleitet. Google kennt die alten Adressen weiterhin, etwa aus früheren Abrufen oder aus Links anderer Websites, ruft sie gelegentlich wieder ab und führt sie unter dieser Meldung.

Prüfen: Öffne die Adresse im Browser. Landest du auf der aktuellen Seite zum selben Thema, ist die Weiterleitung korrekt.

Beheben: Nichts. Lass die Weiterleitung bestehen. Google schreibt in seiner Anleitung zu Websiteverschiebungen: «Behalte die Weiterleitungen möglichst lange bei, generell mindestens für ein Jahr.» Führt eine Weiterleitung auf eine Seite, die mit der alten nichts zu tun hat, etwa pauschal auf die Startseite, wähle ein passenderes Ziel. Wer einem alten Link folgt, sucht den Inhalt, der dort stand.

Gruppe 2: Schreibweisen derselben Seite

Viele Weiterleitungen richtet niemand von Hand ein. Hosting oder CMS leiten http:// auf https:// um, die Adresse ohne www auf die mit www (oder umgekehrt) und eine Adresse mit Schrägstrich am Ende auf die ohne. Deshalb erscheint die Meldung auch bei Websites, deren Betreiber nie eine Weiterleitung eingerichtet haben. Im Hilfeforum der Search Console schreibt etwa eine Jimdo-Nutzerin, sie habe bewusst keine Weiterleitung, und fragt, was sie falsch gemacht habe. Die Schaltfläche «Ich habe dieselbe Frage» zeigte dort am 25. September 2026 die Zahl 24.

Prüfen: Vergleiche die Adresse aus der Liste mit der Adresse, die dein Browser nach dem Öffnen anzeigt. Unterscheiden sie sich nur bei http oder https, beim www oder beim Schrägstrich am Ende, gehört die Adresse in diese Gruppe. Auf meiner Website leitet zum Beispiel /preise/ per 308 auf /preise weiter.

Beheben: An den Weiterleitungen nichts. Steht aber fast deine ganze Website unter dieser Meldung, prüfe oben links in der Search Console die Property. Eine URL-Präfix-Property umfasst nur Adressen, die genau mit dem eingetragenen Anfang beginnen. Ist dort http:// oder die Adresse ohne www eingetragen, deine Website aber unter https://www. erreichbar, leiten alle erfassten Adressen weiter. Lege dann eine Property für die Schreibweise an, die dein Browser anzeigt, oder eine Domain-Property, die alle Schreibweisen deiner Domain umfasst. Dazu rät auch die als empfohlen markierte Antwort im erwähnten Forumsbeitrag.

Gruppe 3: Eine Seite, die gefunden werden soll, leitet weiter

In diesem Fall musst du handeln. Eine aktuelle Seite, etwa eine Leistungs- oder Preisseite, wird auf eine andere Adresse umgelenkt, obwohl sie selbst in der Suche erscheinen soll. Solange Google sie unter dieser Meldung führt, ist sie nicht indexiert und kann nicht selbst in den Suchergebnissen erscheinen. Mögliche Auslöser sind eine Regel aus einem früheren Umbau, die nach der Rückkehr der Seite stehen geblieben ist, eine zu breit formulierte Regel, die mehrere Adressen erfasst, oder ein Plugin, das Adressen automatisch umleitet.

Prüfen: Ist die Adresse eine aktuelle Seite deines Angebots, über die Interessenten dich bei Google finden sollen, etwa eine Leistungs-, Preis- oder Kontaktseite? Dann gehört sie in diese Gruppe. Öffne sie im Browser. Landest du auf einer anderen Adresse, leitet sie heute noch weiter. Zeigt der Browser die Seite selbst, ist die Weiterleitung bereits entfernt, und der Bericht zeigt den Stand vom letzten Abruf. Wann das war, steht in der URL-Prüfung unter «Letztes Crawling».

Beheben: Entferne die Weiterleitung dort, wo sie steht: in der Serverkonfiguration (etwa in der Datei .htaccess), in den Einstellungen deines Hostings, im CMS, im Weiterleitungs-Plugin oder im Quelltext der Seite selbst. Im Quelltext steckt sie, wenn der Server die Seite mit Status 200 ausliefert und der Browser trotzdem auf eine andere Adresse springt. Dann steht im Kopf der Seite eine Zeile wie <meta http-equiv="refresh" content="0; url=https://www.deinedomain.ch/ziel"> oder ein Script, das über window.location eine andere Adresse aufruft. Laut Googles Anleitung zu Weiterleitungen wertet Google eine solche sofortige Meta-Refresh-Weiterleitung als dauerhaft und führt JavaScript-Weiterleitungen beim Rendern der Seite aus. Danach prüfst du, dass die Seite mit Status 200 antwortet, im Quelltext keine Weiterleitung mehr enthält und ein Canonical-Tag auf sich selbst trägt, und beantragst die Indexierung einmal. Die Schritte stehen unter Die Meldung Schritt für Schritt prüfen.

Die Weiterleitung selbst ist korrekt, aber Menü, Texte oder Sitemap verweisen noch auf die alte Adresse. Besucher kommen trotzdem ans Ziel. Google erhält aber zwei verschiedene Angaben: Dein Link nennt die alte Adresse, die Weiterleitung die neue. In der Anleitung zur kanonischen URL empfiehlt Google: «Verlinke beim Verlinken innerhalb deiner Website auf die kanonische URL statt auf eine doppelte URL.» Für die Sitemap gilt dasselbe: Sie enthält laut Google die Adressen, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen, also keine weiterleitenden.

Prüfen: Gib die alte Adresse in die URL-Prüfung ein und klappe «Seitenindexierung» auf. Stehen unter «Sitemaps» deine Sitemap oder unter «Verweisende Seite» eine deiner aktuellen Seiten, kennt Google die alte Adresse über deinen eigenen Verweis. Prüfe, ob der Link dort heute noch steht: Öffne die Seite, zeige mit Strg + U den Quelltext an und suche mit Strg + F nach der alten Adresse.

Beheben: Ersetze den Link durch die Zieladresse. Erzeugt dein CMS die Sitemap, korrigierst du die Einstellung dort, statt die Datei von Hand zu ändern.

Die Meldung Schritt für Schritt prüfen

  1. Bericht öffnen. In der Search Console klickst du unter «Indexierung → Seiten» in der Tabelle «Warum Seiten nicht indexiert werden» auf «Seite mit Weiterleitung». Achte auf «Letzte Aktualisierung»: Der Bericht zeigt einen Stand, der einige Tage alt sein kann.
  2. Adressen einordnen. Ordne jede Beispieladresse einer der vier Gruppen zu. Weiter prüfst du nur Adressen, die in der Suche erscheinen sollen, und Adressen, auf die deine eigenen Links zeigen. Stehen Dutzende Adressen in der Liste, prüfst du sie alle auf einmal.
  3. Weiterleitung selbst nachprüfen. Öffne am Computer die Entwicklertools (F12), wechsle zum Tab «Netzwerk», aktiviere «Log beibehalten» («Preserve log») und lade die Adresse. Die erste Zeile zeigt den Statuscode: 301 oder 308 für eine dauerhafte, 302 oder 307 für eine vorübergehende Weiterleitung, 200 für eine Seite ohne Weiterleitung auf dem Server. In der Kommandozeile zeigt curl -I https://www.deinedomain.ch/seite dasselbe; die Zeile location nennt das Ziel. Zeigt der Status 200 und dein Browser landet trotzdem auf einer anderen Adresse, steckt die Weiterleitung im Quelltext, wie bei Gruppe 3 beschrieben.
  4. URL-Prüfung ausführen. Gib die Adresse oben in der Search Console ein und lies unter «Seitenindexierung» das Datum bei «Letztes Crawling» ab. Liegt es vor deiner Korrektur, hat Google die Änderung noch nicht gesehen. Die Angaben beziehen sich laut Google-Hilfe zum URL-Prüftool auf die geprüfte Adresse, nicht auf das Ziel der Weiterleitung. Ob das Ziel indexiert ist, prüfst du mit einer eigenen URL-Prüfung der Zieladresse.
  5. Live-Test richtig lesen. Googles Hilfe zum URL-Prüftool beschreibt einen Test des Weiterleitungsziels, ohne die Zwischenstationen zu nennen. Die Dokumentation zu HTTP-Statuscodes sagt dagegen, die Prüftools folgten keinen Weiterleitungen. Teste deshalb das Ziel direkt und prüfe den Weg dorthin separat wie in Schritt 3. Nach einer entfernten Weiterleitung zeigen «Seitenabruf: Erfolgreich» und «Indexierung zulässig? Ja» zusammen mit Status 200, dass beim heutigen Test kein entsprechendes Hindernis erkannt wurde. Das sagt keine Indexierung zu.
  6. Indexierung einmal beantragen. Das gilt nur für eine Seite, deren Weiterleitung du entfernt hast. Mehrere Anträge für dieselbe Adresse beschleunigen den Abruf laut Google nicht.

Die ganze Liste auf einmal prüfen

Nach einem Umbau können Dutzende Adressen unter der Meldung stehen. Statt jede einzeln im Browser zu öffnen, lässt du curl die ganze Liste abarbeiten. Das Programm ist auf aktuellen Windows-Versionen und auf dem Mac bereits installiert.

Befehl für Windows und Mac anzeigen
  1. Liste exportieren. Klicke in der Detailansicht von «Seite mit Weiterleitung» oben rechts auf «Exportieren» und öffne die Tabelle. Sie umfasst laut Google-Hilfe höchstens 1’000 Beispieladressen.
  2. Adressen in eine Textdatei kopieren. Kopiere die Spalte mit den Adressen in eine neue Textdatei, eine Adresse pro Zeile, und speichere sie als adressen.txt in deinem Benutzerordner. In diesem Ordner starten PowerShell und Terminal.
  3. Befehl ausführen. Unter Windows gibst du in der PowerShell ein: Get-Content adressen.txt | ForEach-Object { curl.exe -s -o NUL -L --max-redirs 10 -w "%{http_code} %{num_redirects} $_ -> %{url_effective}\n" $_ }. Auf dem Mac im Terminal: while read -r u; do curl -s -o /dev/null -L --max-redirs 10 -w "%{http_code} %{num_redirects} $u -> %{url_effective}\n" "$u"; done < adressen.txt.

Für jede Adresse erscheint eine Zeile mit dem Status am Ende der Kette, der Zahl der Weiterleitungen, der Adresse aus deiner Liste und der Adresse, bei der sie ankommt. --max-redirs 10 lässt curl wie Google nach zehn Weiterleitungen aufhören. So liest du die Zeilen; die Beispiele habe ich am 26. September 2026 auf meiner Website abgerufen:

  • 200 und 1: Die Adresse führt in einem Schritt auf eine Seite, wie sieben der acht Adressen aus meinem Beispiel, etwa 200 1 https://www.simon-haenel.com/blog/tag/msp -> https://www.simon-haenel.com/blog. Ist sie eine alte Adresse oder eine andere Schreibweise, prüfst du nur noch, ob das Ziel passt, wie bei Gruppe 1 und Gruppe 2 beschrieben. Soll genau diese Adresse in der Suche erscheinen, gehört sie in Gruppe 3.
  • 200 und 0: Die Adresse leitet auf dem Server nicht mehr weiter. Soll sie in der Suche erscheinen, prüfst du den Quelltext wie bei Gruppe 3 und beantragst die Indexierung. So war es bei meiner Preisseite: 200 0 https://www.simon-haenel.com/preise -> https://www.simon-haenel.com/preise. Sollte die Adresse dagegen weiterleiten, fehlt die Regel inzwischen, oder die Weiterleitung steckt im Quelltext.
  • 200 und eine Zahl ab 2: Die Adresse kommt über Zwischenschritte an. Stammt ein Zwischenschritt aus einer alten Regel, stellst du die Adresse direkt auf das Ziel um. Die Schritte für https, www und den Schrägstrich kann auch das Hosting nacheinander ausführen: http://simon-haenel.com/preise/, eine Schreibweise meiner Preisseite, die nicht im Bericht stand, kommt in drei Schritten an. Das liegt unter Googles Grenze von zehn.
  • Ein anderer Status am Anfang: Bei 404 oder einem Status ab 500 führt die Weiterleitung auf eine Seite, die nicht existiert oder einen Fehler liefert; dann korrigierst du das Ziel. Ein Code aus der 300er-Reihe zusammen mit der Zahl 10 heisst, dass curl nach zehn Weiterleitungen abgebrochen hat. Das ist kein Fall für diese Meldung mehr, sondern ein Umleitungsfehler.

Was du jetzt änderst

  • Lass gewollte Weiterleitungen bestehen. Löschst du sie, um die Liste zu verkürzen, landen Besucher alter Links und Lesezeichen auf einer Fehlerseite, und die Adressen können danach unter «Nicht gefunden (404)» erscheinen.
  • Entferne ungewollte Weiterleitungen. Prüfe danach, dass die Seite mit Status 200 antwortet, ein Canonical-Tag auf sich selbst trägt und in der Sitemap steht. Dann beantragst du die Indexierung einmal.
  • Wähle «dauerhaft» nur, wenn es dabei bleibt. Google schreibt in der Anleitung zu Weiterleitungen: «Verwende dauerhafte Weiterleitungen, wenn du dir sicher bist, dass die Weiterleitung nicht rückgängig gemacht wird.» Leitest du eine Seite nur für kurze Zeit um, etwa während einer Überarbeitung, passt eine vorübergehende Weiterleitung (302 oder 307). Mein Beispiel zeigt, was passiert, wenn eine dauerhafte Weiterleitung nach wenigen Wochen wieder verschwindet.
  • Führe jede alte Adresse in einem Schritt ans Ziel. Google folgt beim Crawlen laut seiner Übersicht zu HTTP-Statuscodes in der Regel bis zu zehn Weiterleitungen; eine zu lange Kette ist einer der Gründe für einen Umleitungsfehler. Leitet A auf B und B auf C, stellst du A direkt auf C um.
  • Stelle interne Links und Sitemap auf die Zieladressen um. So nennen Links, Sitemap und Weiterleitung dieselbe Adresse.
  • Starte für gewollte Weiterleitungen keine Validierung. Warum, erklärt der nächste Abschnitt.

Warum «Fehlerbehebung überprüfen» hier fehlschlägt

Mit der Schaltfläche «Fehlerbehebung überprüfen» bittest du Google, die bekannten Adressen dieses Grundes erneut abzurufen. Findet Google dabei an einer Adresse den Grund noch vor, wechselt der Status laut Google-Hilfe auf «Fehlgeschlagen», und die Überprüfung wird beendet. Bei gewollten Weiterleitungen trifft genau das zu: Die alte Adresse leitet weiter, weil sie weiterleiten soll. Die Validierung scheitert also an Weiterleitungen, die richtig eingerichtet sind.

Im oben erwähnten Forumsbeitrag ist genau das passiert: Die Nutzerin hatte die Überprüfung gestartet und von Google die Nachricht erhalten, das Problem bestehe auf einigen Seiten weiterhin. Ein «Fehlgeschlagen» bestätigt in diesem Fall nur, dass die Weiterleitungen noch bestehen. Google hält in derselben Hilfe fest, dass es nicht immer sinnvoll ist, ein Problem beheben und überprüfen zu lassen, und dass es in deinem Ermessen liegt, ob du dich darum kümmerst.

Auch nach dem Entfernen einer einzelnen ungewollten Weiterleitung ist die Validierung nicht der passende Weg. Stehen daneben gewollte Weiterleitungen in der Liste, schlägt sie trotzdem fehl. Für die korrigierte Seite nutzt du die URL-Prüfung und den Antrag auf Indexierung. Den Bericht aktualisiert Google laut Hilfe auch ohne Validierung, sobald es die Adresse erneut abruft.

Beispiel: acht Adressen aus meiner Search Console

Am 25. September 2026 standen in meinem Bericht acht Adressen unter «Seite mit Weiterleitung». Die Spalte «Zuletzt gecrawlt» stammt aus der Search Console. Die Spalte «Antwort am 25.09.2026» zeigt, was die Adresse an diesem Tag geliefert hat; abgerufen habe ich sie mit curl.

Tabelle seitlich verschieben

AdresseZuletzt gecrawltAntwort am 25.09.2026Einordnung
/blog/kein-12-monats-seo-vertrag22.09.2026308 → /blog/seo-vertrag-kuendigen-rechtealte Adresse, gewollt
/leistungen/ki-sichtbarkeit17.09.2026308 → /leistungen/seo-optimierungseit dem Umbau am 7. September ohne eigene Seite, gewollt
/preise17.09.2026200, wieder eigene Seite seit 24.09.2026Handlungsbedarf: Weiterleitung entfernt, Indexierung am 25.09.2026 beantragt
/blog/seo-fuer-it-unternehmen-leitfaden31.07.2026308 → /branchen/it-dienstleisteralte Adresse, gewollt
/blog/seo-vertrag-kpis-checkliste31.07.2026308 → /blog/seo-vertrag-kuendigen-rechtealte Adresse, gewollt
/blog/tag/msp30.07.2026308 → /blogSchlagwortseite der früheren Website, gewollt
/blog/it-leads-kaufen-vs-organisch29.07.2026308 → /blog/it-leads-kaufen-oder-organisch-gewinnenalte Adresse, gewollt
/blog/tag/compliance28.07.2026308 → /blogSchlagwortseite der früheren Website, gewollt

Sieben Adressen sind gewollt. Es sind alte Adressen, die ich bewusst weiterleite. Jede führt in einem Schritt auf eine aktuelle Seite, die beiden Schlagwortseiten meiner früheren Website auf die Blogübersicht. Bei ihnen ist nichts zu tun, und für diesen Grund starte ich keine Validierung. Dass Google fünf davon zuletzt Ende Juli abgerufen hat, ändert daran nichts.

Eine Adresse war ein echter Fall: meine Preisseite. Beim Umbau meiner Website am 7. September 2026 habe ich die Preisseite aufgelöst und /preise dauerhaft (308) auf die Leistungsübersicht weitergeleitet. Am 24. September habe ich wieder eine eigene Preisseite eingerichtet, die Weiterleitung entfernt und die Seite in Kopf- und Fusszeile verlinkt. Die URL-Prüfung zeigte am 25. September trotzdem «Seite mit Weiterleitung». Der Grund stand unter «Letztes Crawling»: 17. September 2026, 11:02 Uhr, also noch während der Weiterleitung. Der Bericht zeigte den Stand dieses Abrufs.

Am selben Tag lieferte /preise beim Abruf mit curl den Status 200 und ein Canonical-Tag auf https://www.simon-haenel.com/preise. Damit war die Korrektur an der Website erledigt, und ich habe am 25. September einmal die Indexierung beantragt. Ob und wann Google die Preisseite aufnimmt, stand bei der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht fest. Mein eigentlicher Fehler lag am Anfang: Ich hatte eine dauerhafte Weiterleitung für eine Seite gesetzt, die 17 Tage später zurückkam. Nach Googles Hinweis zu dauerhaften Weiterleitungen passt «dauerhaft» genau in diesem Fall nicht.

Die internen Links habe ich ebenfalls geprüft. Am 25. September habe ich alle 44 Seiten meiner Sitemap abgerufen und die 50 verschiedenen Seitenadressen geprüft, auf die sie verlinken. Alle antworten direkt mit Status 200; kein interner Link führt über eine Weiterleitung.

Nachkontrolle am 2. Oktober 2026: Die einzelne URL-Prüfung meldet die Preisseite als indexiert; das letzte Crawling ist vom 25. September um 09:48 Uhr. Die ältere Übersicht enthält weiterhin den früheren Weiterleitungsbefund. Eine alte Zeile im Gesamtbericht ist deshalb kein Anlass, eine heute funktionierende Seite erneut umzubauen: Vergleiche den Einzelstatus, das Crawl-Datum und die heutige HTTP-Antwort.

Wenn deine Leistungsseiten betroffen sind

Die Liste einordnen und eine überflüssige Weiterleitungsregel löschen kannst du mit den Schritten oben selbst; dafür brauchst du kein Paket. Soll ich eine einzelne Regel für dich finden und entfernen, vereinbaren wir dafür vorab einen Festpreis.

Anders ist es, wenn in der Liste Seiten stehen, auf denen du deine Leistungen verkaufst. Solange Google eine solche Seite unter «Seite mit Weiterleitung» führt, ist sie nicht indexiert und kann bei der Suche nach ihrer Leistung nicht selbst erscheinen. Wer so sucht, kommt über Google nicht auf die Seite, die deine Leistung erklärt und zur Anfrage führt.

Meine Preisseite zeigt, wie das nach einem Umbau passiert: Die Seite wurde aufgelöst, dauerhaft weitergeleitet und kam 17 Tage später zurück. Betrifft ein Umbau mehrere Leistungsseiten, muss für jede davon dasselbe stimmen: welche alte Adresse auf welches Ziel führt, ob eine Weiterleitung dauerhaft oder vorübergehend sein soll, ob interne Links und Sitemap auf die richtige Adresse zeigen und ob eine zurückgekehrte Seite mit Status 200 und eigenem Canonical antwortet. Dazu kommt die Frage, ob eine Regel im Hosting, im CMS oder in einem Plugin steckt.

Für die Seiten zu bis zu drei deiner Leistungen erledige ich das mit SEO-Start zum Festpreis von CHF 1’900. Vor der Offerte stelle ich fest, welche Hindernisse diese Seiten haben, etwa eine Weiterleitung, die eine Leistungsseite umlenkt, oder interne Links auf alte Adressen; im Auftrag behebe ich sie in deinem bestehenden System. Im selben Durchgang überarbeite ich die Seiten selbst: Ich recherchiere, wonach Interessenten zu diesen Leistungen suchen, und schreibe jede Seite so, dass sie diese Fragen beantwortet, mit passendem Seitentitel und Beschreibung. Sobald Google die Seite wieder abruft, findet es dann eine Antwort auf diese Suchen statt einer Weiterleitung. Betrifft der Umbau mehr als drei Leistungen oder vor allem andere Seiten, erstelle ich dafür eine eigene Offerte mit Festpreis.

Welche Regel wo steckt und welches Ziel richtig ist, musst du so nicht selbst herausfinden. Du erklärst mir, was zu jeder Leistung gehört, und prüfst die Texte, bevor sie online gehen. Wann Google die Seiten erneut abruft und aufnimmt, entscheidet Google; zugesagt sind die Änderungen an deiner Website. Schick mir für das kostenlose Erstgespräch die Adressen aus deiner Liste, die in der Suche erscheinen sollen, und seit wann sie weiterleiten.

Häufige Fragen

In der Liste steht meine Startseite. Ist sie nicht bei Google?

Sieh dir die Schreibweise genau an. Steht dort etwa http://deinedomain.ch/ oder deine Adresse ohne www, betrifft der Eintrag nur diese Schreibweise: Sie leitet auf die Adresse weiter, die dein Browser nach dem Öffnen anzeigt. Gib diese angezeigte Adresse oben in der Search Console in die URL-Prüfung ein. Steht dort «URL ist auf Google», ist deine Startseite indexiert. Nennt die Prüfung einen anderen Status, hilft dir der Beitrag Warum Google deine Website nicht findet weiter.

Warum stehen dort Adressen, die ich nie angelegt habe, und mehr, als meine Website Seiten hat?

Für Google ist jede Schreibweise eine eigene Adresse: mit http oder https, mit oder ohne www, mit oder ohne Schrägstrich am Ende. Die Weiterleitungen zwischen diesen Schreibweisen kann dein Hosting oder CMS selbst einrichten, ohne dass du etwas dafür tust. Kennt Google mehrere Schreibweisen einer Seite, etwa aus Links anderer Websites, steht dieselbe Seite mehrmals in der Liste. Dazu kommen alte Adressen früherer Fassungen deiner Website. Die Zahl sagt deshalb nicht, wie viele deiner Seiten bei Google fehlen. Steht dagegen fast deine ganze Website unter der Meldung, prüfe die Property, wie es der Abschnitt Schreibweisen derselben Seite beschreibt.

Das Ziel der Weiterleitung ist auch nicht indexiert. Liegt das an der Weiterleitung?

Nicht an der Weiterleitung selbst. Sie zeigt Google, welche Adresse zählt; ob diese Zielseite aufgenommen wird, entscheidet Google für sie gesondert. Gib die Zieladresse in die URL-Prüfung ein und lies den Grund ab, den Google dort nennt. Steht dort «Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert» oder «Gefunden – zurzeit nicht indexiert», zeigen die Beiträge Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert und Gefunden – zurzeit nicht indexiert, was du an der Zielseite prüfst.

Wie lange bleiben alte Adressen in der Liste, und kann ich sie entfernen?

Google nennt dafür keine Frist. Der Eintrag ändert sich erst, wenn Google die Adresse erneut abruft; in meinem Bericht standen am 25. September 2026 noch Adressen, die Google zuletzt Ende Juli abgerufen hatte. Aus dem Bericht entfernen kannst du sie nicht. Lösche auch die Weiterleitungen nicht, um die Liste zu verkürzen: Google empfiehlt, sie nach einem Umzug mindestens ein Jahr beizubehalten. Das Tool «Entfernen» der Search Console ist dafür ebenfalls nicht gedacht. Laut Google-Hilfe blendet es Adressen für etwa sechs Monate aus den Suchergebnissen aus und entfernt dabei wahrscheinlich alle Versionen einer URL, mit und ohne https und www. Ein Antrag für http://deinedomain.ch/ kann so deine Startseite aus der Suche nehmen.

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Kostenloses Erstgespräch

Eine wichtige Seite leitet weiter?

Nenne mir die Adressen aus deiner Liste, die in der Suche erscheinen sollen. Im Erstgespräch klären wir, woher die Weiterleitung kommt und welche Korrektur ich übernehme.